Banaue

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Mit dem Minivan fuhren wir in 6,5h von Baguio nach Banaue. Wir reisten nur mit Handgepäck, den Rest konnten wir in der Wohnung von Shirl&Naldo deponieren. Sehr praktisch! Während der Fahrt genossen wir die Aussicht auf die bewaldeten Berge und die tiefen Täler. Im Banaue View Inn fanden wir eine passende Unterkunft für fünf Nächte. Da sich das Hotel auf einem kleinen Hügel befindet, hat man eine tolle Aussicht und auch weniger Verkehrslärm.

Aussicht vom Banaue View Inn

Die Touristen reisen nach Banaue, um die weltberühmten Reisterrassen zu bestaunen. Sie sind ein besonderes Landschaftsmerkmal der philippinischen Provinz Ifugao in den Kordilleren im Nordosten der Insel Luzon. Seit 1995 zählen sie zusammen mit vier weiteren Anlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die mindestens 2'000 Jahre alten sagenhaften Reisterrassen liegen in einer gebirgigen Landschaft. Sie reichen bis in eine Höhe von 1'500 Meter über dem Meer und bedecken fast 10km2 der Berghänge. Diese wurden mit Stützmauern terrassiert und für den Anbau von Reis und Gemüse bewässert. Dabei wurden alle Flächen bis zu 70 Grad Steigung ausgenutzt. Die Terrassen gelten als das älteste Bauwerk der gesamten Philippinen. Wenn sämtliche Reisterrassen von Banaue aneinander gereiht würden, umspannten sie den halben Globus!

Reisterrassen in Banaue

Bereits am Anreisetag verabredeten wir uns mit Ana-Marie, eine Cousine von Shirls Freundin Eden. Sie freute sich total und wollte uns gerne am Wochenende die Gegend zeigen. Ihr Vater ist ein Tourguide und chauffierte uns mit seinem Tricycle für zwei Tage zu den verschiedenen Reisterrassen. Am ersten Tag besuchten wir das kleine Bergdorf Batad. Mit Ana-Marie an unserer Seite wanderten wir durch die spektakulären grünen Reisterrassen, die sich wie ein Amphitheater in einem Halbkreis an das Tal schmiegen.

Ana-Marie und ich beim Reis stampfen in Batad - wirklich anstrengend!

Man sollte einigermassen schwindelfrei und trittsicher sein, da die Stufen hoch sind. Von der Kante geht's 3m runter ins nächste Reisfeld. Beim Tappiyah Wasserfall machten wir Halt und tankten Energie für den anstrengenden Rückweg, bei welchem es unzählige Treppenstufen bergauf zu bezwingen galt. Wir stiegen sogar noch weiter hinauf zum Aussichtspunkt, welchen wir schlussendlich völlig verschwitzt erreichten. Die Strapazen haben sich jedoch gelohnt!!! (siehe Titelbild)

Tappiyah Wasserfall in Batad

Sonntags trafen wir uns wieder mit Ana-Marie und fuhren nach Hapao. Auf dem Weg stoppten wir bei diversen Aussichtspunkten, um die Umgebung zu bewundern und Fotos zu knipsen. In Hapao sind die Reisterrassen ganz anders angeordnet als in Batad. Der Weg durch die Reisterrassen führte mehr oder weniger gerade aus. Doch die Sonne trieb uns trotzdem den Schweiss aus den Poren. Wir marschierten bis zu den heissen Quellen, wo die einheimischen Kinder sich vergnügten. Bei der Hitze bevorzugten wir jedoch ein erfrischendes (Fuss-)Bad im kühlen Fluss.

Reisfelder bei Hapao

Auf dem Rückweg nach Banaue sahen wir uns noch traditionelle Häuser der Igorot und Skulpturen an. Danach verabschiedeten wir uns von der netten Ana-Marie und ihrem Vater. Nach einem "lazy day" in Banaue liessen wir uns an unserem letzten Tag mit einem Tricycle zu den Bangaan Reisterrassen bringen. Wir hatten in einem Restaurant eine Foto gesehen und wollten diesen Ort gerne besuchen. Alleine spazierten wir zum kleinen Dorf hinunter, welches inmitten der Reisterrassen angesiedelt wurde. Es ist immer wieder interessant zu sehen wie die Bergvölker leben. Sie wohnen in ihren einfachen Hütten und besitzen nur das Nötigste. Nicht wie wir...

Dorf Bangaan

Wir genossen die paar Tage in den wunderschönen Reisterrassen rund um Banaue sehr. Das von Hand geschaffene Werk ist wirklich äusserst beeindruckend und wird nicht umsonst als achtes Weltwunder bezeichnet!

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