Togean Islands

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Von Tomohon fuhren wir Morgens mit dem Taxi nach Manado zum Busterminal Malalayang. Eigentlich wollten wir mit dem lokalen Bus nach Gorontalo reisen, dem Verkehrsknotenpunkt zwischen Nord- und Zentral-Sulawesi. Doch teilte man uns mit, dass dieser täglich um 5.30h los fährt - upsss, voll verpasst... Somit quetschte man uns in ein Kijang (Minibus) zusammen mit viel Gepäck und Einheimischen.

Freundliche Schüler beim Busterminal Malalayang in Manado

Nach 10h erreichten wir erschöpft das Crystal Green Hotel in Gorontalo. Was für ein schmuddliges Zimmer! Aber was soll's, war ja nur für eine Nacht 😉 Am nächsten Abend bestiegen wir die Nachtfähre nach Wakai auf Pulau Batudaka. Der Ort ist das wirtschaftliche und administrative Zentrum der Togean Islands. Auch ist er Hauptanfahrtspunkt aller Fähren aus Gorontalo und Ampana. Auf der Nachtfähre mieteten wir zwei dünne Matratzen und schliefen erstaunlich gut. Angekommen in Wakai charterten wir zusammen mit zwei französischen Touristen und Alex, Besitzer von Sifa Cottages in Malenge, ein typisches lokales Holzboot mit Ausleger. Zu Fünft tuckerten wir gemütlich los und erreichten die Insel Malenge nach knapp 2,5 Stunden. Im Sandy Bay Resort bezogen wir eines der fünf wunderschönen Bungalows. Ich war überwältigt von unserem "luxuriösen" Zuhause für die nächsten acht Nächte. Geräumiges Bungalow mit grosser Terrasse inkl. bequemer Hängematte, riesige Fensterfront mit Aussicht auf den traumhaften Palmenstrand und das türkisfarbene Meer, gefliestes Badezimmer mit westlicher Dusche, Waschbecken und WC inkl. Spülung - krass! Wir sind uns indonesische Badezimmer mit Mandi (Wassertrog mit Schöpfkelle) gewohnt 😁

Sandy Bay Resort, Pulau Malenge

Es ist unser zweiter Besuch in den Togean Islands. Letztes Jahr mussten wir leider unsere Reise auf der Insel Poya Lisa abbrechen wegen Pädu's Gesundheit (siehe Blogeintrag "Togean Islands, Poya Lisa Island"). Es ist schön wieder zurück in dem paradiesischen Inselarchipel im Golf von Tomini zu sein. Drei Wochen ohne Handy-Empfang - für Manche unvorstellbar 😉 Die Anreise auf die Togeans via Land- und Seeweg ist lang und beschwerlich. Deshalb befinden sich auf den Inseln statt 5-Sterne-Resorts noch menschenleere Strände und unberührter Dschungel. Robinson Crusoe-Feeling.

Traumhafter Strand - für uns alleine!

Zusammen mit dem netten Paar Delphine (Französin) und Yopi (Indonesier) machten wir einen Tagesausflug zum bekannten Jellyfish Lake (Quallen-See). Mit Taucherbrille, Schnorchel und Unterwasserkamera bewaffnet, schwammen wir im Salzwasser-See und bestaunten Hunderte von Quallen in allen Grössen und Farben. Das Wasser hatte Badewannen-Temperatur, schwitz... Ich habe noch nie zuvor etwas Vergleichbares gesehen. Der von Wald umgebene See mit den tanzenden Quallen vermittelt eine mystische Stimmung. 

Jellyfish Lake, Pulau Kadidiri

An einem anderen Tag machten wir wieder zu Viert einen Ausflug zum Seenomadendorf Pulau Papan, eine der Pfahlbausiedlungen der Orang Banjo. Das Meer war spiegelglatt und wir sahen unterwegs sogar eine Gruppe Delfine. Ein rund 2km-langer Holzsteg verbindet die kleine Insel Pulau Papan mit der Insel Malenge. Nach dem Spaziergang über den Holzsteg verweilten wir im kleinen "Shop" des Dorfes und tranken ein Gläschen Palmwein mit den freundlichen Einheimischen. Toki-Toki 😁

Holzsteg zum Seenomadendorf Pulau Papan

Es gibt neuerdings ein Tauchzenter auf der Insel Malenge. Leider konnte ich nur einen Tag und Pädu zwei Tage mit Alex von Sifa Cottages tauchen gehen, da wir Beide mit einer Erkältung kämpften. Alex aus Tschechien und seine indonesische Frau Sifa führten auf der Insel Walea Kodi ein Resort (Sifa Cottages). Doch nun haben sie sich auf Malenge niedergelassen. Zur Zeit ist nur das Tauchzenter in Betrieb, doch die Bungalows sind im Bau. Wir sahen wunderschöne Korallengärten, grosse Fischschwärme und Schwarzspitzen-Haie. Beim Schnorcheln am Hausriff sahen wir sogar Haifisch-Babies. Ich bin immer wieder fasziniert von diesen atemberaubenden Geschöpfen.

Wunderschöner Korallengarten!

Am liebsten hätten wir unseren Aufenthalt im Sandy Bay Resort verlängert, da es uns unglaublich gut gefallen hat. Brony und Blacky, die beiden jungen Hunde des Resorts, sind uns ans Herz gewachsen. Manchmal kamen Touristen vom Nachbar-Resort Sera Cottages rüber - nur um den süssen Brony zu knuddeln.

Brony, the star of Malenge!

Nach acht Nächten im Sandy Bay Resort geht unsere Reise in den Togean Islands weiter ins nächste Paradies, auf die Insel Poya Lisa bei Bomba. Wir freuen uns ganz fest auf ein Wiedersehen mit Pia&Elly von Bomba Divers.

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