Lembeh

Main Image

Am APB-Hafen in Bitung wurden wir von Two Fish Divers Lembeh abgeholt. Mit dem Boot fuhren wir in knapp 10 Minuten nach Lembeh. Die Insel ist 19km lang und 2km breit und wird durch die bis zu 100m tiefe Lembeh-Strasse (Lembeh-Strait) vom Festland getrennt. Diese Region zieht Taucher und Unterwasserfotografen aus aller Welt an, um die einzigartige Makrotierwelt (= Kleingetier auch Critters genannt) zu bestaunen. Über 300 verschiedene Nacktschneckenarten, bizarre Fische und winzige Seepferdchen leben hier. Am Rande der Lembeh-Strasse befindet sich eine biologische Station, die fast täglich neue Tierarten entdeckt. Die Lembeh-Strait gilt als das weltbestes Tauchgebiet für Makroliebhaber und fasziniert mit seiner unglaublichen Artenvielfalt. Die Konzentration der Critters ist in Lembeh weltweit einmalig.

Bluering Octopus

Wir quartierten uns für vier Nächte in ein im Voraus gebuchtes Budget-Zimmer mit Gemeinschaftsbad bei Two Fish Divers Lembeh ein. Auf der Insel hat es vorwiegend teure Unterkünfte mit eigener Tauchbasis. Die Lembeh-Strait bietet mehr als 50 Tauchplätze, somit verteilen sich die verschiedenen Tauchboote ziemlich gut. Die meisten Tauchplätze haben dunklen Sand, der vulkanischen Ursprungs ist, was auch als Muck-Diving bezeichnet wird. Man findet seltene und seltsame Meeresbewohner wie z. B. ein Mimic Oktopus in einer leeren Coca Cola-Flasche. Da die Tiere kaum Unterschlupf finden, haben sie sich im Verlaufe der Evolution hervorragend and die Voraussetzungen angepasst. Anhand verschiedenster Muster, Farben und Verhaltensweisen haben sie die besten Überlebensstrategien entwickelt. Ich dachte zuerst, dass mir diese Art von Tauchen nicht zusagen wird. Doch bereits nach dem ersten Tauchgang war ich total begeistert. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich finde folgendes Zitat von Albert Einstein sehr passend:

"Was auch immer Du dir vorstellen kannst, die Natur hat es bereits hervorgebracht."

Scorpionfish

Um in Lembeh zu Tauchen sollte man die Tarierung im Griff haben und am Besten auch den Froschkick beherrschen. Ohne den Froschkick wirbelt man den schwarzen Sand inkl. Critters auf und verursacht einen Sandsturm. Glücklicherweise waren die Touristen, welche wir bei Two Fish Divers trafen, erfahrene Taucher. Alle mit derselben Leidenschaft zum Makro-Tauchen. Wir fühlten uns ausgesprochen wohl unter diesen Leuten. Beim Essen wurden interessante Themen diskutiert. Danach traf man sich oft in der gemütlichen Bar, um die Fotos der letzten Tauchgänge zu bewundern. Fast alle Taucher hatten Kameras dabei, teilweise auch Professionelle. Die Atmosphäre bei Two Fish Divers Lembeh war locker und sehr angenehm. Das nette amerikanische Manager-Paar Robyn und Scott gesellten sich meistens beim Essen und manchmal auch beim Tauchen dazu.

Stargazer Fish

Die Tauchbasen bemühen sich um die Nachhaltigkeit des Tauchtourismus. Es wird in kleinen Gruppen (maximal 4 Taucher pro Guide) getaucht und das Maximum an Tauchern pro Tauchplatz ist auf 15 beschränkt. Dies bedeutet: Keine Tauchersuppe und auch weniger Stress für die Tiere. Es werden keine Anker geworfen, sondern benutzt man Bojen zum Festbinden der Tauchboote.
In den drei Tagen machten wir 10 Tauchgänge (inkl. Nachttauchgang) mit unserem einheimischen diveguide Heskiel. Jeder Tauchgang war ein unvergessliches Erlebnis. Leider war unser Zimmer gebucht und wir konnten nicht länger bleiben. Es gibt wirklich Nichts auszusetzen an Two Fish Divers Lembeh: Organisation top, Zimmer sauber und zweckmässig, Essen lecker und abwechslungsreich, Atmosphäre suuuper, Angestellte freundlich und hilfsbereit (Terima kasih, Hanny! We already miss you!), Tauchen - von einer anderen Welt! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen 😊

Unser einheimischer Tauchguide Heskiel

Unsere Reise geht weiter via Manado nach Tomohon. Nach einigen Wochen am Meer geht's nun ab ins Minahasa Hochland.

Kommentar abgeben