Welcome to Sulawesi Utara

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Mit Qatar Airways flogen wir via Doha nach Bali. Da der Anschluss nicht passte, verbrachten wir in Denpasar eine Nacht in der Nähe des Flughafens. Am nächsten Mittag ging's mit der indonesischen Airline Garuda weiter nach Manado. In der Hauptstadt von Nord-Sulawesi (Sulawesi Utara) bezogen wir für vier Nächte ein schönes und sauberes Zimmer im Istanaku Guesthouse 2.

Tolle Wandmalereien im Istanaku Guesthouse 2 in Manado

Die Mehrheit der 600'000 Einwohner von Manado gehört zur Volksgruppe der Minahasa. Daneben gibt es eine traditionell starke chinesische Minderheit in der Stadt. Die Bevölkerungsmehrheit sind prostestantische Christen. Manado ist durch Einkaufszentren geprägt und bietet nicht viele Sehenswürdigkeiten. Am über 4km langen Piere Tendean Boulevard befinden sich Shoppingmalls und Warungs (kleine Strassenstände, die Essen verkaufen). Die meiste Zeit verbrachten wir mit Jetlag-Bekämpfung und Anklimatisierung. Wir spazierten durch die Strassen, grüssten freundlich all die netten Einheimischen, besuchten einige Malls und das Grand Merciful Building, wo Souvenirs und Spezialitäten verkauft werden. Endlich konnten wir wieder das leckere indonesische Essen in den etlichen Warungs geniessen. Die "Manado cuisine" ist sehr bekannt für ihre Schärfe (Chilis), exotisches Fleisch und europäisch-beeinflusstes Gebäck und Süsses wie z.B. Klappertaart. Für die Einheimischen ist es normal Hundefleisch, Ratten und Fledermäuse zu essen. Viele Touristen sind geschockt, doch Fleisch ist Fleisch - egal ob Schwein oder Hund. Es sind gleichwertige Lebewesen.
Nach einigen Tagen in der lärmigen Stadt freuten wir uns umso mehr auf die Insel Bunaken. Mit dem lokalen Boot fuhren wir in knapp einer Stunde auf die bei Tauchern und Schnorchlern beliebte Insel. Die vielfarbigen Korallenriffe weisen eine aussergewöhnliche Artenvielfalt aus. Unter Tauchern gelten sie als eines der besten und abwechslungsreischsten Tauchgebiete der Welt. Im Panorama Dive Resort, welches am Liang Beach (Südwestküste) liegt, hatten wir ein Bungalow für vier Nächte reserviert. Schlussendlich blieben wir zwei Wochen 😉

Aussicht vom Liang Beach auf die Insel Manado Tua

Wir fühlten uns sehr wohl bei Sven (Deutscher) und seinem herzlichen Team. Ester, Sven's indonesische Frau, zauberte täglich zahlreiche Leckereien auf den Tisch. Für uns gab es viel Tempeh und Tofu, da wir mittlerweile weder Fleisch noch Fisch essen. Alles wurde mit Liebe zubereitet und schmeckte wirklich unglaublich köstlich. "The best food on the island" - das können wir nur bestätigen!

Gemeinsames Mittagessen im Panorama Dive Resort auf Bunaken Island

Von unserem einfachen Holz-Bungalow genossen wir eine traumhafte Aussicht auf's Meer. Wenn man Abends in der Hängematte oder im Bett lag, hörte man das beruhigende Meeresrauschen - herrlich. Die Bungalows befinden sich verstreut zwischen exotischen Bäumen und Pflanzen. Man kann farbige Schmetterlinge und Vögel beobachten. Beim Schnorcheln am Hausriff sieht man gesunde Korallen, farbige Fische und sehr oft auch Meeresschildkröten. Wir fuhren fast täglich mit dem Boot auf's Meer und gingen tauchen. Da ich ein halbes Jahr nicht getaucht hatte, war ich vor dem ersten Tauchgang total nervös! Doch alles lief gut und bei der faszinierenden Unterwasserwelt rund um Bunaken Island war die Angst schnell verflogen. Wir hatten einen Top-Diveguide, welcher uns bei jedem unserer 16 Tauchgänge geniale Meeresbewohner (teilweise nur ein paar Millimeter gross!) zeigte. Yobel ist ein stets gut gelaunter, witziger Einheimischer mit einem unglaublichen Talent winzige Nacktschnecken, Krebse, Garnelen und Zwergseepferdchen an dem teilweise mehrere hundert Meter abfallenden Riff zu finden. Perfekt für uns Makro-Fans! Wir hoffen sehr, irgendwann wieder mit Yobel noch nie gesehene Spezien zu entdecken 😁

Zwergseepferdchen (5mm klein!)

Bei den meisten Resorts auf Bunaken Island oder auch anderswo auf Sulawesi bezahlt man pro Person/Nacht einen Preis in welchem drei Mahlzeiten, unlimitierter Tee- und Kaffeekonsum und Trinkwasser inbegriffen sind. Da es meistens nur kleine Fischerdörfer in der Nähe gibt und keine Fressbuden, macht dies auch Sinn. An einem Nachmittag liefen wir einen schmalen Dschungelweg entlang ins Dorf Bunaken, welches sich an der südlichen Spitze der halbmondförmigen Insel befindet. Die Einheimischen grüssten freundlich und die spielenden Kinder wollten unbedingt, dass ich eine Foto von ihnen mache. Die Mehrheit der Resorts befinden sich auf der Ostseite der Insel, am von Mangroven umgebenen Pangalisang Beach. Uns gefällt der weisse Sandstrand an der Südwestküste besser. Trotz der Reichen aus Manado, die am Wochenende zum Schnorcheln und Essen an den Liang Beach reisen. Da das Panorama Dive Resort die letzte Unterkunft am Strand ist, bekommt man die meist lauten Familienausflüge jedoch nicht wirklich mit. Bunaken hat durch die Nähe zu Manado auch einige Schattenseiten zu verzeichnen. Durch das immense Wachstum der Stadt und die allgemein schlechte Abfallbeseitigung schwimmt bei ungünstig stehendem Wind sehr viel Zivilisationsmüll im Wasser. Doch wir hatten Glück und der Strand war für Bunaken-Verhältnisse relativ sauber.

Freundliche Kinder im Dorf Bunaken

Ein Highlight war für uns ganz klar der Mandarinfisch-Tauchgang. Es war das erste Mal, dass wir die sehr scheuen Fische sahen. Auf 4,5m Tiefe warteten wir mit Yobel während der Abenddämmerung auf die wunderschönen Fische, welche sich in den abgebrochenen Korallen versteckten. Ich dachte, dass wir mit etwas Glück einen Mandarinfisch bestaunen können. Doch nach nur ein paar Minuten Wartezeit kamen die Schönheiten aus ihren Verstecken hervor, und zwar Etliche. Wooow!!! Die Männchen sind grösser als die Weibchen und werden höchstens 10cm gross. Wir konnten sogar einige Paarungen bestaunen, was bei Tauchern ein besonders gern gesehenes Spektakel ist. Leider sind Mandarinfische wegen ihrer Farben begehrte Fische für's Meeresaquarium und werden weltweit als Wildfang gehandelt - schlimm! 😢

Mandarinfisch

Nach zwei Wochen eat, sleep, dive reisen wir auf Empfehlung von Sven weiter ins Pulisan Jungle Beach Resort, welches sich am Kap Pulisan befindet. Wir hoffen auf ein weiteres schönes Tauchgebiet 😊

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