Togean Islands

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Mit dem lokalen Bus voller Einheimische und Reissäcken fuhren wir von Rantepao die kurvenreiche Strasse entlang nach Tentena. Das Panorama war wunderschön, viel Dschungel und Berge. Neben uns befand sich noch eine andere Touristin im Bus. Die nette Japanerin Iku übernachtete schlussendlich im selben Hotel wie wir in Tentena. Spät Abends erreichten wir nach 13h Busfahrt den Ort am drittgrössten See Indonesiens, dem Danau Poso. Die herzliche Noni vom Victory Hotel organisierte uns den Transport für den nächsten Morgen. Zusammen mit Iku reisten wir weiter nach Ampana, wo wir im Oasis Hotel eine Nacht verbrachten. Kurz nach Ankunft bekam ich hohes Fieber und Durchfall. Das Fieber legte sich innert Stunden, doch der Durchfall blieb. Am nächsten Morgen trennten sich Iku's und unser Weg. Mit dem lokalen Boot tuckerten wir gemütlich auf die Togean Islands. Wir fanden einen Platz auf dem Deck. Somit konnte ich liegen und mein Magen überlebte die paar Stunden ohne Klo, ufff.

Mit dem lokalen Boot von Ampana nach Poya Lisa Island

Die Togean Islands im Norden von Sulawesi liegen am Golf von Tomini. Sie gehören zu den besten Tauchrevieren der Welt. Die beschwerliche Anreise hält viele Touristen davon ab auf die Togeans zu reisen, was ganz in unserem Sinne ist. Es gibt keinen Empfang auf den Togeans. Mal nicht erreichbar zu sein, ist auch schön 😉 

Togean Islands

Die erste Nacht verbrachten wir im Island Retreat Resort, da das gegenüber liegende Poya Lisa Resort leider ausgebucht war. Trotz des überteuerten Preises waren wir froh das letzte Bungalow zu erhalten. An diesem Abend hatte Pädu hohes Fieber und Durchfall. Mir ging's etwas besser. Am nächsten Morgen fuhren wir die kurze Strecke mit dem Boot zum Poya Lisa Resort, welches auf einer privaten Insel liegt in der Nähe vom Ort Bomba. Es gibt ein paar einfache Holzbungalows am Strand oder auf einem der beiden kleinen, steinigen Hügel. Wir bezogen ein gemütliches Häuschen auf dem Hügel. Von unserer Terrasse aus hatten wir eine traumhafte Aussicht auf's Meer und die kleinen, vorgelagerten Inselchen. Jeden Abend genossen wir einen kitschigen Sonnenuntergang über dem Meer. Wir fühlten uns wie im Paradies! Im Restaurant des Resorts wurde Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert. Nachmittags erhielt man einen süssen Snack. Das Essen war im Zimmerpreis inbegriffen. Es gibt keine Möglichkeit sich anderswo zu verköstigen. Frühstück, bestehend aus frischem Fruchtsalat und Cakes, erhielt man bis Mittags. Mittag- und Abendessen ass man zusammen mit den anderen Gästen. Es gab täglich Reis und frisch zubereiteten Fisch. Doch auch Nudeln, Gemüse, Tempeh, frisches Sambal und manchmal Hähnchen. Sie gaben sich sehr Mühe das Essen abwechslungsreich zu gestalten, obwohl sie nicht viel zur Verfügung haben auf den Togeans. Die meisten Lebensmittel müssen vom "Festland" Sulawesis per Boot hergebracht werden. Anfangs hatte es viele sogenannte Backpackers, die meistens nur ein paar Nächte (oder weniger!) blieben. Schliesslich hat man ja keine Zeit, denn "one day more in Sulawesi is one day less in Bali" 😖 Wir fragten uns oft wieso diese Leute überhaupt nach Sulawesi reisen. Sehr wahrscheinlich nur, um ein "Häägli" zu setzen auf ihrer "Hab'-ich-bereist-Liste"...  

Welcome to paradise!

Ein Schwumm entfernt (im wahrsten Sinne des Wortes!) befand sich das kleine Tauchzenter Bomba Divers. Das sympathische Besitzerpaar Elly (Einheimischer) und Pia (Finnin) kam Abends jeweils mit ihrem gelben Speedboat rüber ins Poya Lisa Resort. Als wir wieder fit und gesund waren, gingen wir mit Elly tauchen. Wir waren die einzigen Taucher und hatten Elly und die Tauchplätze für uns alleine - genial! Die Sicht war fantastisch und die Wassertemperatur genau mein Ding (29Grad, auch auf 30m!). Wir sahen viele, farbige Nudibranchs 😍 Auch das sogenannte Banana-Nudibranch, welches mich immer an die Minions erinnert - hihihi. Beim Tauchplatz Gardenia entdeckte ich sogar einen wunderschönen Frogfish, welcher sich mit seinen lustigen Füsschen in einer Koralle fest hielt. Was für ein tolles Erlebnis!

Chanti's Frogfish ;-)

Wir genossen jeden Tauchgang sehr und konnten nicht genug kriegen. Doch Pädu's Gesundheit machte uns einen Strich durch die Rechnung. Eines Tages hatte Pädu plötzlich Knie-Probleme. Das rechte Knie war geschwollen, voller Flüssigkeit und schmerzte. Es wurde immer schlimmer und er konnte kaum noch gehen. Wir mussten unsere Pläne ändern und reisten auf schnellstem Weg nach Denpasar (Bali) in der Hoffnung auf bessere medizinische Versorgung als auf Sulawesi. Eigentlich wollten wir von den Togean Islands mit der Nachtfähre nach Gorontalo reisen. Und dann mit dem Bus weiter in den Norden von Sulawesi. Unser Ziel war Lembeh, welches weltweit bekannt ist für Muck-Tauchen - genau unser Ding. Doch die Gesundheit geht vor. Wir werden sicher zurück kehren, um Nord-Sulawesi zu entdecken. Auch möchten wir nochmals auf die Togean Islands reisen. Unser Aufenthalt im Paradies war leider viel zu kurz!

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