Welcome to Sulawesi

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Nach einer Nacht in einem schönen Hotelzimmer Nähe Flughafen flogen wir mit AirAsia von Kuala Lumpur (Malaysia) nach Makassar (Sulawesi). Makassar (ehemals Ujung Pandang) ist die Hauptstadt der indonesischen Provinz Südsulawesi und liegt an der südwestlichen Küste der Insel. Über Agoda hatten wir ein Hotelzimmer für drei Nächte gebucht. An der Rezeption wurde uns jedoch mitgeteilt, dass sie keine Buchung erhalten haben und seit August nicht mehr mit Agoda zusammen arbeiten. Der Betrag wurde aber bereits auf Pädu's Kreditkarte belastet. Suuuber! Wir führten Gespräche mit der unfreundlichen Hotelmanagerin und einem hilfsbereiten Mitarbeiter von Agoda (via Telefon). Die Zeit verging und nach 22.00h liefen wir genervt in ein anderes Hotel. Wir erhielten ein sauberes, grosses Zimmer im empfehlenswerten Hotel Agung und fielen müde ins Bett. Pädu erhielt von Agoda eine Gutschrift der drei bezahlten Nächte inkl. einer Zusatznacht - immerhin. Was für ein toller Start in Sulawesi 😉
Wir spazierten durch's Chinatown,  schlenderten durch die Makassar-Mall, welche eher ein grosser pasar (Markt) als eine Mall ist, und genossen das indonesische Essen. Mit einem pete-pete (öffentlicher, kleiner Minibus) fuhren wir zum Busterminal Malengkeri. Ein freundlicher Herr unterhielt sich mit uns. Doch man musste sich fast anschreien, da aus den überdimensionalen Boxen laute Musik dröhnte.

Pete-Pete in Makassar

Am Busterminal erhielten wir einen Platz in einem PW, in welchem bereits Einheimische sassen. Normalerweise sind die Autos total überfüllt mit Leuten und Gepäck. Doch wir hatten Glück eine Sitzreihe für uns alleine zu ergattern 😁 Obwohl der Fahrer während der Essenspause unser Gepäck vom Dach auf unsere Sitzreihe verfrachtete. Nach 5h erreichten wir unser Ziel, der Küstenort Bira. Wir sahen uns diverse Gästehäuser an und entschieden uns schlussendlich für's Riswan Guesthouse. Der Ferienort Bira liegt abgelegen von Städten an der Spitze der Südküste von Sulawesi. Der Bira Beach ist bekannt für seinen besonders weissen und feinen Sand. Wir verbrachten einige gemütliche Tage am Strand und gingen am korallen- und fischreichen Hausriff schnorcheln. Da ich mit einer Erkältung kämpfte, musste ich sowieso warten mit Tauchen. Über's Wochenende wimmelte es in Bira von Einheimischen aus Makassar. Sie beschäftigten sich mit Bananen-Boot fahren, unternahmen Schnorchelausflüge auf die vorgelagerten Inseln Pulau Lihukang und Pulau Kambing, badeten in ihren Klamotten, knipsten etliche Selfies und hinterliessen eine Menge Müll. Die Jugendlichen riefen immer wieder "Hey Mister! Photo, photo!" Wir posierten geduldig und ich kam mir vor wie ein Filmstar 😃

Fotoshooting am Pantai Bira

Es ist manchmal etwas komisch im Bikini am Strand zu liegen, obwohl dies erlaubt ist. Die einheimischen Frauen baden in ihren Kleidern inkl. Kopftuch im Meer. Die Hauptreligion in Süd-Sulawesi ist der Islam. Es hat überall Moscheen und man hört den Muezzin, ein Ausrufer. Er ruft die muslimische Gemeinde fünfmal täglich zu bestimmten Uhrzeiten zum Beten in die Moschee. Nur der Ruf am Morgen ist zu einer unbestimmten Zeit, nämlich dann, wenn die Sonne aufgeht.
Bei Ebbe liefen wir von Bira am Strand entlang bis zum Bara Beach (ca. 2km). Ein traumhafter Bilderbuchstrand, wenn der Plastikmüll nicht wär. Vielerorts wird der Abfall in die Natur geschmissen oder im Sand verbuddelt - so auch hier. Die nächste Flut spült den Dreck ins Meer und die Ebbe bringt das Ganze wieder an Land. Das immense Plastikproblem ist nicht zu übersehen!
www.oceancare.org
Am Bara Beach, welcher von Palmen gesäumt ist, schlürften wir einen frischen Wassermelonen-juice und informierten uns beim Bira Dive Camp betreffend Tauchen. Es hat starke Strömungen bei den Tauchplätzen rund um Bira. Deshalb trifft man fast nur erfahrene Taucher. Auch wir kämpften gegen die Strömungen, was sehr anstrengend ist. Aber es hat sich gelohnt. Ich hatte meine erste Begegnung mit Haien - was für schöne, imposante Kreaturen. Wir bestaunten riesige Rochen und bewunderten kleine Meeresbewohner beim Hausriff. Obwohl ich bei jedem Tauchgang fast erfror (23Grad Wassertemperatur, brrrr...), genossen wir das Tauchen sehr. Leider war meine Erkältung sehr hartnäckig und ich konnte nur ein paar Tauchgänge machen.

Tauchen am Shark Point in Bira


Wir mieteten ein Moped und fuhren nach Tanah Beru. Es ist ein traditioneller Bauort  für die in Indonesien typischen Pinisi-Boote. Mit einer handgezeichneten Karte machten wir uns auf die Suche nach dem Ara Beach. Über eine steile Schotterstrasse mit etlichen Schlaglöchern fanden wir tatsächlich den traumhaften Strand. Kein Tourismus - ein einsamer langer weisser Palmenstrand mit türkisblauem Meer - herrlich! Kurz vor Bira bestiegen wir den 400m hohen Hügel Pua Janggo. Wir genossen die wunderschöne Aussicht auf Bira und die Umgebung. Zurück im verschlafenen Dorf kaufte ich mir an einem der kleinen Souvenirstände einen so genannten Bira-Sarong (Batik). Dieser wird ausschliesslich hier gefertigt und steht bei der Landbevölkerung und über die Landesgrenze hinaus für Tradition und Qualität.

Pinisi-Boot in Tanah Beru

Am nächsten Morgen packten wir unsere sieben Sachen und assen ein letztes Frühstück, welches im Zimmerpreis inbegriffen war, auf unserer gemütlichen Terrasse. Anschliessend warteten wir im Restaurant des Salassa Guesthouse auf unseren Transport. Für uns mit Abstand das beste Restaurant im Dorf. Wir genossen fast täglich die mit Liebe zubereiteten, köstlichen Gerichte. Nur beim Gedanken daran knurrt mir der Magen 😉 Pünktlich um 13.00h fuhren wir los Richtung Makassar. Nach einer 5h-Fahrt erreichten wir das Hotel Agung im Chinatown. Wir werden einige Tage in der Hauptstadt verbringen, da wir uns einmal mehr um eine Visa-Verlängerung kümmern müssen, judihuiii…

Tempeh & Tahu Rica-Rica, leeecker!

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