Insel Malapascua & Moalboal

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Unseren Aufenthalt in Dumaguete verbrachten wir beim Zahnarzt (professionelle Zahnreinigung für knapp 12 Fränkli), Immigration Office (Visa-Verlängerung), Tauchen (Pädu machte einen weiteren Kurs in Dauin beim Liquid Dive Center), Planen unserer Weiterreise, lecker Essen und Trinken in den unzähligen Cafés und Restaurants. Früh Morgens verliessen wir das Hotel Vintage Inn in Dumaguete und bestiegen den 5.45h-Bus nach Cebu City. Dort fuhren wir mit dem Taxi zum südlichen Busterminal. Mit dem Bus ging unsere beschwerliche Reise weiter nordwärts bis Maya. Die Strecke ist mehrheitlich eine Baustelle. Mit dem Auslegerboot erreichten wir unser Ziel, die Insel Malapascua, bei Dunkelheit. Nach einer langen, mühsamen Reise bezogen wir unser Zimmer und fielen in einen tiefen Schlaf.
Malapascua ist eine kleine Insel, die vor allem bei Tauchern beliebt ist. Es gibt über die ganze Insel verteilt traumhafte, einsame Strände. Jedoch konzentriert sich der Tourismus an der Südküste, am weissen Bounty Beach (ich find' den Namen top 😉). Zerstörte Häuser und etliche kaputte Palmen am Strand erinnern an den Taifun Yolanda (Haiyan), der im Herbst 2013 hier wütete. Der Supertaifun der Stufe 5 war einer der stärksten tropischen Wirbelstürme, die seit Beginn verlässlicher Wetteraufzeichnungen beobachtet wurden. Haiyan verursachte große Schäden und eine hohe Zahl direkter Opfer auf den Philippinen.

Kaputte Palmen auf Malapascua erinnern an den Supertaifun Yolanda (Haiyan)

Pädu absolvierte mit Matt vom Evolution Tauchzenter einen weiteren 6-tägigen Kurs im Technischen Tauchen. Das Tauchzenter lag direkt neben unserer Unterkunft, dem Aabana Beach Resort - sehr praktisch. Nach Pädu's Kurs schlug das Wetter um - extrem starker Wind und Regen. Zuerst wurde Pädu krank und kurze Zeit später kämpfte ich mit einem mühsamen Käfer. Nach ein paar Tagen waren Beide wieder fit und die Sonne zeigte sich. Wir nutzten die Gelegenheit und liefen zu Fuss um die Insel. Auf unserem Weg trafen wir auf freundliche Fischerdörfer und einsame, idyllisch gelegene Buchten.

Einsamer Strand auf Malapascua

Die meisten (Tauch-)Touristen reisen nach Malapascua um die normalerweise selten anzutreffenden Tresher Sharks (Fuchshaie) zu beobachten. Pädu hatte Glück diesen wunderschönen Hai mit der langen Schwanzflosse bei einem seiner technischen Tauchgänge zu sehen.
Nach zwei Wochen auf Malapascua stand uns eine weitere laaange Reise bevor, und zwar an den Panagsama Beach bei Moalboal. Insgesamt zwölf Stunden sassen wir auf dem Auslegerboot, in Bussen und im Tricycle, ufff. Für vier Nächte quartierten wir uns in einem Cottage des Mayas Native Garden Resorts ein. Danach wechselten wir in ein gemütliches Häuschen im blühenden Garten des Pacita's Resorts.

Unser Cottage im Pacita's Resort, Panagsama Beach (inkl. Wasserträger, hihihi)

Der Panagsama Beach ist ein vorüberwiegend felsiger Strand und viele Gäste sind Taucher. Wir gingen fast täglich mit dem empfehlenswerten Cebu Dive Center tauchen. Der erste Tauchgang war am Hausriff, welches direkt vor dem Tauchzenter liegt. Ich war nervös, da ich über einen Monat nicht mehr getaucht hatte und noch Anfänger bin. Pädu und ich waren alleine mit Rolly, einem netten, ruhigen, lokalen Divemaster. Slowly, slowly 😁 Alles verlief bestens und ich genoss die mit Korallen übersäte Felswand. Es hat gigantische Sardinen-Schwärme direkt vor dem Hausriff - atemberaubend! Nach einigen "fundives" entschied ich mich den Basic Nitrox-Kurs beim Cebu Dive Center zu machen. Ich musste das Buch "Basic Nitrox" von TDI (Tauchorganisation) lesen und die Fragen schriftlich beantworten. Im Kurspreis waren zwei Tauchgänge mit Nitrox inbegriffen, welche Michael (deutscher Tauchinstruktor) begleitete. Alles verlief gut und ich bin nun zertifizierte Nitrox-Taucherin. Es ist genial mehr Zeit in der Tiefe zu erhalten durch Nitrox 😁

Link Wikipedia Nitrox

Spontan entschied ich mich, auch noch den Deep Diver Speciality-Kurs zu machen. Ich büffelte die Theorie auf Englisch, beantwortete schriftlich die Fragen im Buch und hatte zwei Tief-Tauchgänge mit Michael. Der erste Tauchgang war auf 30m und der Zweite auf 40m. Michael stellte mir in 30m Tiefe eine Rechnungsaufgabe. Ich versagte völlig! Lag es an der Tiefe oder an meinen Mathekenntnissen, hmmm?! 😄 Beim zweiten Tauchgang hatte Michael zwei Zylinder (Tanks) dabei. Einen hatte er an der linken Seite und den Anderen an der rechten Seite des Körpers angebracht. Diese Methode heisst Sidemount und fällt bereits unter Technisches Tauchen. Wir tauchten langsam auf die 40m ab. Ich genoss es sehr in der Tiefe - ein irrsinniges Gefühl. Um die 15m übergab mir Michael einen seiner Zylinder. Diesen musste ich an meiner Tarierungsweste befestigen und den Atemregler wechseln. Somit atmete ich aus dem seitlich angebrachten Zylinder. Ist gar nicht so einfach, aber es war eine interessante Erfahrung. Bei beiden Tauchgängen übte ich, nach dem Sicherheitsstopp auf 5m, Pädu's SMB (surface marker buoy => Boje) an die Wasseroberfläche zu lassen. Ich sag' mal: Übung macht den Meister 😜 Es war toll die beiden Kurse mit Michael zu absolvieren. Ich habe viel gelernt und fühle mich immer wohler und sicherer unter Wasser.

Chanti, die Sporttaucherin & Pädu, der Technische Taucher :-)

An einem sonnigen Nachmittag mieteten wir ein Moped und fuhren zu den bekannten Kawasan Wasserfällen. Diese befinden sich in den Bergen inmitten üppiger Tropenvegetation. Wir badeten in den kühlen, natürlichen Pools - es sind mehrere auf verschiedenen Ebenen. Erfrischt fuhren wir die Küstenstrasse zurück nach Moalboal. Bei der Gaisano Mall funktionierte zum Glück einer der drei ATM's. Wir leerten den Bankomat, stöberten in der Shopping-Mall und fuhren bei Dunkelheit zurück an den Panagsama Beach. Nach Rückgabe des Mopeds gönnten wir uns bei der Strandbar "Andi's Talisay" einen leckeren Burger mit Pommes, yammy.

Kawasan Wasserfälle

An unserem letzten Tag in Moalboal genossen wir drei unvergessliche Tauchgänge mit Rolly. Wie üblich seit meinem bestandenen Kurs tauchten wir mit Nitrox. Bei unserem Lieblingstauchplatz bewunderten wir wunderschöne Meeresschildkröten, die am Riff chillten. Leider versagte fünf Sekunden vor dem Treffen mit den beeindruckenden Meeresbewohnern der Akku von Pädu's Kamera - war ja klar 😜 Bei unserem letzten Tauchgang am Hausriff schwammen wir nochmals mit den gigantischen Sardinen-Schwärmen. Unbeschreibliches Gefühl!

Gigantische Sardinen-Schwärme am Hausriff, Panagsama Beach

Ich genoss das Tauchen unglaublich fest in Moalboal. Das Cebu Dive Center war perfekt für uns. Nette Angestellte (Rolly, the best 😉), sehr preiswertes Tauchen (17 Fränkli pro Tauchgang inkl. Ausrüstung!), professionelle und sehr preiswerte Kurse (TDI/SDI) mit Michael, korallenreiche Tauchplätze wie Tongo und Pescador Island. Wir genossen 19 wunderschöne und gemütliche Tauchgänge. Ich würde jederzeit wieder am Panagsama Beach tauchen gehen. Wir können nicht genug kriegen von der faszinierenden Unterwasserwelt in den Philippinen 😉

Grosser, grimmiger Frogfish (man beachte die Füsse!)

Mit dem Bus reisten wir nach 14 Nächten am Panagsama Beach weiter in die geschäftige Hauptstadt Cebu City. Wir nächtigten eine Woche im 7. Stockwerk des Hotels Skypark Pensionne. Nach diversen Erledigungen verlassen wir am Schweizer Nationalfeiertag die Philippinen. Der Abschied fällt uns schwer. Die letzten 9 Monate im traumhaften Inselreich bleiben unvergesslich. Wir kommen bald wieder - ganz sicher 😁 Unsere Reise geht am 1.8.15 via Kuala Lumpur KL (Malaysia) nach Makassar (Sulawesi). Es gibt leider keine Direktflüge nach Sulawesi und der Anschlussflug in KL passt nicht. Somit müssen wir eine Nacht in einem Flughafenhotel in KL verbringen. Es ist unser zweiter Aufenthalt in Indonesien. Der Monat in Sumatra letztes Jahr hat uns einen ersten Eindruck verschafft. Wir sind seeehr gespannt auf die Insel Sulawesi!

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