Back in Dauin / Apo Island

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Die Fährverbindung von Camiguin nach Bohol war leider immer noch eingestellt. Deshalb entschieden wir uns für unseren ersten Inlandflug auf den Philippinen. Mit Cebu Pacific Air reisten wir in knapp 30 Flugminuten von der Insel Camiguin nach Cebu City, wo unser Philippinen-Trip am 5.11.14 startete. Vier Nächte verbrachten wir im zental gelegenen Hotel Skypark Pensionne. Wir klapperten diverse Tauchshops ab, assen leckeren Thai-Food im Mae Krua Thai Restaurant, kühlten uns in den klimatisierten Shopping-Malls ab und knipsten zahlreiche Fotos von den farbenfrohen Jeepneys und Multicabs.

Jeepney in Cebu City

Exakt zu Beginn der Schulferien und der "holy week", Ostern und die Folgewoche, reisten wir weiter. Während dieser Zeit sind massenweise Einheimische unterwegs, welche ihre Familien besuchen. Alle Busse sind überfüllt mit Leuten und Gepäck. Als Tourist hält man sich während dieser Zeit am Besten still und meidet längere Busreisen. Doch Chanti&Pädu standen am Gründonnerstag um 5.00h Morgens bereits in der Warteschlange beim Busterminal in Cebu City. Tatsächlich sassen wir eine Stunde später im Ceres Liner-Bus nach Dumaguete (Insel Negros). Unglaublich wie organisiert das Ganze ablief. Als wir aus dem Busterminal fuhren, sahen wir wartende Leute bis hinaus auf die Hauptstrasse. Zum Glück waren wir so früh vor Ort, sonst hätten wir wohl eeeewig gewartet. Nach einer 6-stündigen Reise mit Bus und Fähre kamen wir Mittags in Dumaguete an. Suzie, die Besitzerin des Drill-Shack-Resorts, holte uns beim Busterminal ab. Nach einer kurzen Autofahrt bezogen wir unser gemütliches Cottage im Drill-Shack-Resort in Dauin. Hier verbrachten wir bereits einen Monat und feierten mit Suzie&Co. Weihnachten und Silvester (siehe Blogeintrag "Dauin / Apo Island"). Der Grund für unsere Rückkehr nach Dauin war Pädu's Divemaster-Kurs, welchen er im Liquid Dive Resort absolvieren wollte. Am Dienstag nach Ostern begann Pädu mit seinem Kurs, welcher fünf Wochen dauerte. Ich genoss meine sturmfreien Tage mit Krimis lesen, 1km schwimmen im Meerwasser-Pool, Yoga und relaxen. Wir mieteten einen Gasherd und positionierten diesen auf unserer kleinen Terrasse. Meerblick beim Wok-Gerichte kochen - wie genial ist das denn! Da macht das Brutzeln doppelt Spass 😁

Unsere Freiluftküche

Die Zutaten für unsere Speisen kauften wir im Hypermarket in Dumaguete oder direkt am lokalen Markt in Bacong. Dort gibt es viele Gemüse- und Früchtestände mit täglich frischen Waren. Wir leisteten uns sogar einen Reiskocher für 10 Fränkli, welchen wir häufig in Gebrauch nahmen. Auch nach 1,5 Jahren in Asien sind wir immer noch völlig die Asiaten, was das Essen anbelangt. Der tägliche Reiskonsum passt uns super - rice is nice 😉
Am 20.4. landete Pädu's Bruder in Dumaguete. Wir empfingen Edi am kleinen Flughafen bei strahlend heissem Wetter. Mal wieder ein bekanntes Gesicht - schön! Edi hauste im Cottage neben uns, welches wir für ihn reservierten. Gemeinsam feierten wir am kommenden Sonntag im Drill-Shack-Resort Edis runden Geburtstag. Das Highlight war das rainbow-birthday-cake, welches wir als Überraschung in der Chantilly-Bäckerei in Dumaguete bestellten. Ein farbenfroher, süsser, leckerer Kuchen - yammy.

Edi's rainbow-birthday-cake

Mit Edi zusammen begann ich den Open Water Diver-Kurs (OWD) im Liquid Dive Resort. Ich hatte total Schiss und wirklich Angstzustände. Die ersten Atemzüge unter Wasser im Pool waren schrecklich. Ich empfand es als völlig unnatürlich und vor lauter Panik wollte ich sofort wieder aufgeben. Doch mein Wunsch die Unterwasserwelt durchs Tauchen zu erforschen, überwiegte schlussendlich. Irgendwie konnte ich meinen inneren Schweinehund bekämpfen. Ich überwand meine riesige Angst sicher auch dank der geduldigen holländischen Instruktorin Berlinda Koolen. Sie hatte eine unglaublich friedliche Art und wusste genau wie mit mir umzugehen. Es gab mir auch eine zusätzliche Sicherheit, dass Pädu während dem ganzen Kurs assistieren durfte. Edi und ich genossen die volle Aufmerksamkeit der Beiden. Nach 3,5 Tagen (3x Vormittags Theorie inkl. Abschlusstest,  2x Nachmittags Übungen im Pool, 2 Tauchgänge inkl. Übungen im Meer) hatten Edi und ich den OWD in der Tasche - judihuiii! Ich hätte nie im Leben geglaubt, dass ich einmal ein "Taucherli" sein würde. Obwohl ich immer eine begeisterte Schnorchlerin war, wagte ich nie den Schritt zum Tauchen. Ich freu' mich unglaublich fest und bin stolz auf mich 😉

Chanti auf Apo Island

Die folgenden zwei Tage machte ich den Advanced Open Water-Kurs (AOWD), welcher aus fünf Tauchgängen und einigen Stunden Theorie besteht. Leider wurde Edi krank und konnte nicht am Kurs teilnehmen. Er holte diesen jedoch in der Folgewoche nach. Pädu durfte einmal mehr der netten Berlinda assistieren. Mit dem bestandenen AOWD-Kurs in der Tasche machten wir zwei Tagesausflüge zur bekannten Apo Island. Die kleine Insel wird umsäumt von wunderschönen Korallen. Bereits bei unserem letzten Besuch Anfangs Jahr ging ich beim Hauptstrand schnorcheln. Im seichten Wasser fressen sich etliche Meeresschildkröten die Bäuche voll. Es ist ein einzigartiges Erlebnis diese wunderbaren Kreaturen aus der Nähe zu beobachten. Auch das Tauchen auf Apo Island ist traumhaft. Edi und ich entdeckten mit Pädu als Guide die faszinierende Unterwasserwelt. Ich war überwältigt von dem farbenfrohen Korallenmeer und seinen Bewohnern. Wir sahen viele Nudibranchs (Nacktschnecken), welche meine Lieblings-Meeresbewohner sind. Es gibt über 3'000 verschiedene Arten in allen Farben. Ich bin total verliebt in die wunderschönen farbigen "Nudis". Die meisten Tauchanfänger interessieren sich eher für grosse Meereskreaturen. Doch ich bin total begeistert von Makros wie Nudibranchs, Frogfish, Seepferdchen, Shrimps, Krebsen etc. Was mich auch fasziniert sind Nachttauchgänge. Das Gefühl in der Dunkelheit unter Wasser zu schweben, ist unbeschreiblich. Es sind auch andere Meeresbewohner aktiv als bei Tageslicht. Beim Tauchen versinkt man in eine andere, fast unerforschte, atemberaubende Welt... Ich möchte es wirklich nicht mehr missen!

Wunderschönes Nudibranch

Edi mietete für zwei Tage ein Moped, um die Gegend zu erkunden. Am zweiten Tag schwang ich mich mit ihm auf's "Scoopy". Wir fuhren nach Valencia, ein gemütlicher Ort am Fusse des Bergs Talinis. Nach einem kleinen Rundgang fuhren wir zum Casaroro Wasserfall. Zu Fuss begaben wir uns 335 Stufen hinab in den dichten Dschungel. Nach einer kurzen Wanderung über Stock und Stein erreichten wir den tosenden 35m hohen Wasserfall. Eine Gruppe Filipinos begab sich gerade auf den Rückweg. Somit hatten wir die idyllische Kulisse für uns alleine. Die Abkühlung im erfrischenden Pool des Wasserfalls war herrlich. Wir genossen die Natur und Ruhe. Zurück in Valencia assen wir bei einer Topfküche neben dem lokalen Markt. Der Food war günstig, jedoch kalt und nichts Besonderes - wie üblich bei Topfküchen. Wir machten noch eine Spritzfahrt Richtung Süden und brachten Abends das Moped retour nach Dumaguete.
Pädu's Divemaster-Abschluss wurde traditionell mit einem sogenannten "Schnorcheltest" besiegelt. Jim, englischer Tauchinstruktor vom Liquid, mixte einen alkoholischen Drink mit komischen Zutaten. Pädu musste das Gebräu durch den Schnorchel saufen. Er bestand den witzigen "Abschlusstest" und ist nun definitiv ein Divemaster 😊 Gratulation!

Pädu mit seinem Tauchinstruktor Jim nach dem "Schnorcheltest"

Einmal mehr begaben wir uns zum Immigration Office in Dumaguete, um unser Visa zu verlängern. Juhuuu, zwei Monate mehr im Paradies 😁 Wir tätigten diverse Erledigungen bevor wir uns von den Liquid- und Drill-Shack-Leuten verabschiedeten. Nach 6,5 Wochen in Dauin geht unsere Reise am 20.5. weiter auf die Nachbarinsel Siquijor. Wir freuen uns auf unseren zweiten Besuch auf der Hexeninsel.

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