Insel Camiguin

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Um 4.30h! Morgens fuhren wir mit dem Tricycle an den Hafen in Dapa. Pünktlich um 6.00h brachte uns die Fähre von Dapa (Siargao Island) nach Surigao (Mindanao Island). Von dort reisten wir mit dem Bus die Küste entlang bis nach Balingoan. Wir erwischten die letzte Fähre auf die Insel Camiguin, ufff. Im Hafen von Benoni quetschten wir uns in ein vollgestopftes Jeepney und fuhren in die Hauptstadt Mambajao. Ein Tricycle brachte uns nach Agoho ins Seascape Resort. Um 18.30h erreichten wir müde unser Ziel. Im Restaurant des Resorts assen wir leckeres Halang-Halang und gingen früh schlafen.
Bereits vor fünf Jahren verbrachten wir einige Tage auf Camiguin. Damals hatten wir ein Zimmer im Action Geckos Resort. Dieses liegt nur einige Gehminuten vom Seascape entfernt. Es beherbergt inzwischen jedoch mehrheitlich deutsche Pauschaltouristen, die zum Tauchen herkommen. Die Insel Camiguin hat viel zu bieten: sieben Vulkane, Wasserfälle, heisse und kalte Quellen, einsame Inseln vor der Küste und eine geniale Unterwasserwelt.
Um die Insel zu erkunden, mieteten wir ein paar Tage ein Moped. In Bonbon ist 1871 als Folge eines Vulkanausbruchs ein Friedhof im Meer versunken. Ein auf einem Sockel errichtetes Kreuz zeigt die Lage des Sunken Cemetry. Mehr ist von der Küste aus allerdings nicht zu sehen. In Bura gingen wir in den Soda Swimming Pool baden. Das Wasser war erfrischend und ist trinkbar, da dies Quellwasser ist.

Soda Swimming Pool

Über eine holprige Strasse erreichten wir das Giant Clam Sanctuary. Das Schutzgebiet für die grossen Muscheln liegt am wohl schönsten Strand von Camiguin, der Kibila White Beach. Eine Filipina gab uns Informationen zu den verschiedenen Muscheln, welche bis zu einer gewissen Grösse in Becken gehalten werden. Dann werden die Muscheln zurück ins Meer gebracht. Mit einem Guide gingen wir schnorcheln und sahen die riesigen Muscheln am Meeresgrund liegen. Es war sehr interessant und eindrücklich.

So true!

Malerisch eingebettet in tropische Vegetation stürzen die Katibawasan Falls aus einer Höhe von etwa 70 Metern steil in die Tiefe. Wir badeten im natürlichen Pool. Nach der Abkühlung durchstöberten wir die Souvenirshops neben dem Parkplatz. Es hatte wunderschöne Sarongs und wir konnten einmal mehr nicht widerstehen 😉
Betreffend Umweltschutz ist Camiguin sehr vorbildlich. Beim Einkaufen werden keine Plastiktüten, sondern nur Papier- oder gleich Recycling-Taschen verwendet. Die Idee "BYOB - Bring your own bag" finde ich genial. Etliche Plakate erinnern an die Regeln zu Gunsten der Umwelt. Wirklich ein grosser Fortschritt. Zu Fuss spazierten wir durch die Stadt. An den Fruchtständen des Markts deckten wir uns mit frischen Vitaminen ein. Es fällt wirklich sofort auf wie sauber die Stadt für asiatische Verhältnisse ist.

Plakat in Mambajao

An einem Abend fuhren wir mit dem Moped zu den Ardent Hot Springs. Das klare Wasser in den schön angelegten Swimmingpools ist ca. 40 Grad warm. Die gepflegte Anlage ist 24h geöffnet und an Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel. Ich hatte Mühe von der Wärme des Wassers in die kühle Abendluft zu treten. Zum Glück hatte ich ein Jäggli dabei, welches mich vor dem Fahrtwind schützte.
Abends assen wir oft in unserem Resort. Der Filipino-Food war authentisch und lecker. Es wurden auch westliche Speisen serviert. Einige Male genossen wir die italienische Küche in einem der Italo-Restaurants. Das "La Dolce Vita", gleich gegenüber des Flughafens, war unser Favorit. Wir assen himmlische hausgemachte Gnocchi und Tortellini, und das in den Philippinen. Der freundliche italienische Besitzer Alessandro zauberte uns mit Herzblut Pizzen aus seinem Holz-Ofen. Es war toll den Pizzaiolo bei seiner Leidenschaft zu bewundern. Er erklärte uns auch, dass es auf Camiguin nicht einfach ist selbst Gnocchi herzustellen. Das Problem liegt bei der Kartoffelsorte. Man muss diese nach dem Kauf noch lange lagern, bevor man sie schlussendlich zu Gnocchi verarbeiten kann. Alessandro und sein Team waren herzliche Gastgeber. Ich kam mir vor wie in Italien, nur die Preise waren Asiatisch 😉 Grazie mille!

Hausgemachte leckere Tortellini, nämpf!

Die Insel Camiguin ist beliebt bei Tauchern. Pädu erforschte die Unterwasserwelt während einiger Tauchgänge. Leider sind hier die Tauchplätze nicht für Schnorchler geeignet. Da wir seit laaaanger Zeit schnelles brauchbares Wifi hatten, konnte ich endlich die angestauten Blogeinträge auf unsere Website laden, mit meiner Familie skypen und sonstigen Bürokram erledigen. Das Seascape Resort liegt direkt am schwarzen Sandstrand, welcher von hohen Kokospalmen gesäumt wird. Die Cottages stehen in einem grossen blühenden Garten, welcher zum Verweilen einlädt. Man schläft mit dem Meeresrauschen im Ohr ein und erwacht Morgens kaum, da es angenehm ruhig ist. Ich sah direkt vom Bett durch's Fenster die Kokospalmen und den strahlend blauen Himmel. Herrlich!

Unsere Unterkunft

Am Freitag vor unserer Abreise fuhren wir auf die vorgelagerte Mantigue Island. Die Insel bietet den Besuchern einen weissen Sandstrand, viele schattenspendende Bäume, Picknick-Tische und eine relaxte Atmosphäre. Pädu machte zwei Tauchgänge und ich beobachtete beim Schnorcheln zahlreiche Anemonenfische. Es gibt einerseits ein Fisch-Schutzgebiet, aber auch ein kleines Fischerdorf. Paradox! Mittags kamen zahlreiche Boote voll beladen mit asiatischen Touristen. Sie knipsten tonnenweise Selfies, assen ein ausgiebiges Picknick und schnorchelten in Rettungswesten. Es ist so, dass die meisten Asiaten nicht schwimmen können. Sogar in den Philippinen, wo die Leute vom Wasser umgeben sind, gibt es viele Nichtschwimmer. Kein Wunder, dass hier bei einem Fährunglück viele Leute ertrinken.
Es hat sich in den letzten fünf Jahren nicht viel verändert auf Camiguin und wir hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Wie sagt man so schön: "Camiguin - come again" 😊

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