Insel Siargao

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Von Süd-Leyte reisten wir mit Bus und Fähre weiter nach Surigao (Insel Mindanao). Da der Anschluss nicht passte, blieben wir eine Nacht im preiswerten Surigao Tourist Inn. Am nächsten Tag fuhren wir Mittags mit der Montenegro Fähre nach Dapa, die Hauptstadt der Insel Siargao. Für Unterhaltung war gesorgt, eine junge Filipina soff während der 2h-Fahrt 11! Dosen Bier...
Die Insel Siargao ist als einer der besten Surfspots weltweit bekannt, doch das ist noch längst nicht alles: malerische Buchten und Fischerdörfer, Mangroven-Wälder, unzählige Palmen, weisse Strände, azurblaues Wasser und einsame vorgelagerte Inseln. Hier fühlen sich auch Reisende ohne Surfbrett wohl.
Unsere einfache Bleibe für die ersten Nächte war das Wayfarer's Resort in der Ortschaft Cloud 9. Die legendäre Welle Cloud 9 hat Siargao berühmt gemacht. Im Oktober platzt die verschlafene Gegend aus allen Nähten, denn dann findet der Wettbewerb um den Siargao International Surfing Cup statt. Während der Surferhochsaison (Ende August bis November) steigen die Preise und Zimmer sind schwer zu bekommen.
Wir beobachteten die Surf-Anfänger bei den kleinen Riffwellen. Vom Boardwalk (ein langer ins Meer gebauter hölzerner Steg) oder Café Loka aus hatte man eine super Aussicht auf die bekannte Cloud 9 und die erfahrenen Surfer. Überall wurden Surf und Kite-Lektionen für wenig Geld angepriesen. Uns reizte es jedoch überhaupt nicht die meiste Zeit auf dem Surfbrett zu liegen und auf die perfekte Welle zu warten 😉

Surfer bei Cloud 9

Beim Erkunden des kleinen Nachbarorts General Luna (GL) fanden wir direkt neben dem lokalen Markt das Palaka Divecenter. Pädu machte einige Tauchgänge. Die Sicht betrug 40m - krass!
Nach drei Nächten wechselten wir ins erst kürzlich eröffnete Kokai Resort bei GL. Wir bewohnten ein komfortables Cottage mit Terrasse und Aussicht auf den gepflegten Garten.
Mit dem Motorrad entdeckten wir die schöne Insel. Grüne Reisfelder, kleine Fischerdörfer, etliche winkende Schulkinder und tonnenweise Kokospalmen. Bei einem Sari-Sari (kleiner Strassenladen) kauften wir kalte Getränke und wechselten ein paar Worte mit den freundlichen Einheimischen. Danach besuchten wir die natürlichen Magpupungko-Pools, in welchen man bei Ebbe baden kann. Sie werden durch ein grosses Riff vom Meer getrennt. Im Örtchen Pacifico, welches für das jährliche internationale Wettfischen bekannt ist, assen wir einen Snack. Wir fuhren noch etwas weiter Richtung Norden und genossen eine grandiose Aussicht auf die Küste. Da es bereits spät war und der Zustand der Strasse sich immer mehr verschlechterte, kehrten wir um. Zurück in GL gingen wir in den einzigen Supermarkt im Ort und assen im Restaurant Ronaldo's ein leckeres Veggie-Curry.

Magpupungko-Pools

Natürlich machten wir auch einen Island-Hopping-Trip. Ein Must do! auf Siargao - und es lohnt sich wirklich. Das Kokai Resort organisierte ein Auslegerboot inkl. zwei Bootsmänner. Da wir zur Zeit die einzigen Gäste im Resort waren, genossen wir einen privaten Ausflug. Wir gleiteten durch kristallklares Wasser, das in verschiedenen Blautönen schimmerte. Zuerst machten wir Halt auf Pansukian (Naked Island). Nein, es gibt dort keinen FKK-Strand 😉 Bei Naked Island handelt es sich um eine weisse Sandbank. Beim Schnorcheln sahen wir ein paar Korallen und Fische, aber mehrheitlich Sand. Leider hatte es auch viel Müll (Plastik, PET-Flaschen) auf Pansukian. Kann sein, dass dies Überbleibsel von einer Party sind, sie manchmal dort statt findet. Zweiter Stopp war die Insel Daku, welche von einer kleinen Fischergemeinde bewohnt wird. Sie bietet einen traumhaften weiss-sandigen Palmenstrand und Picknick-Häuschen zum Mieten. Ich badete im erfrischenden Meer und Pädu war mit Fotografieren beschäftigt.

Unser Auslegerboot

Mein Favorit kam jedoch am Schluss, die unbewohnte traumhafte Guyam Island (siehe Titelbild des Blogeintrags). A little piece of paradise! Ich sammelte wunderschöne Muscheln und beobachtete winzige Einsiedlerkrebse während Pädu im Schatten der Kokospalmen döste. Es waren nur zwei andere Touristen auf der Insel. Die meisten Inselhopping-Touris verweilten noch beim Picknick auf Daku Island. Somit hatten wir das Paradies (fast) für uns alleine - herrlich. Pädu und ich hätten die Bilderbuch-Insel gerne gekauft 😁 Eine eigene Insel zu besitzen - wie toll ist das denn! Nach dem Ausflug assen wir ein salziges Crepe beim Palaka Divecenter. Es war köstlich und erinnerte mich an Paris. Kein Wunder, da der Besitzer des Tauchzenters ein Franzose ist. Am Markt kauften wir Früchte und fuhren mit einem Habal-Habal (ausgebaute Motorradtaxis) zurück zum Kokai Resort.
Pädu ging an einem Nachmittag mit unserem netten Koch Rooney Basketball spielen und mir wurde das philippinische Brettspiel Sungka beigebracht. Und ich erhielt schöne Muscheln geschenkt, aus welchen ich Ohrringe für die Angestellten bastelte. Thank you, Marissa! Vom Kokai Resort sind es nur einige Meter an einen einsamen Sandstrand, der zum baden und Muscheln sammeln einlädt.
An einem Abend wurden wir von den symphatischen Besitzern des Kokai Resorts zum Essen eingeladen. Es gab frisches Lechon (Spanferkel), Reis, Salat und Wassermelone. Nach uns hätte man das arme Schwein leben lassen können 😉

Lechon im Kokai Resort

Im Zimmerpreis war ein englisches Frühstück inbegriffen. Deftig, aber lecker. Abends assen wir jeweils in unserem Resort. Rooney zauberte Speisen auf hohem Niveau. Das Chicken Mango Curry ist unschlagbar, nämpf. Nach dem Essen liefen wir meistens in den Papa Wave's Shop, welcher auf der anderen Strassenseite liegt. Wir plauderten mit Shirl, der liebenswerten Besitzerin und schmusten mit den knuddligen Hundebabies. Wir haben auf unserer Reise noch nie eine so umweltbewusste Asiatin wie Shirl getroffen. Sie hat eine vorbildliche Einstellung betreffend Tier- und Umweltschutz. Shirl und ihr Mann Naldo, der leider während unseres Aufenthalts in Manila weilte, machen geniale Recycling-Projeke. Es sollte mehr Shirls&Naldos auf dieser Welt geben 😊 Safe the planet, dear Shirl.
Nach neun Nächten im empfehlenswerten Kokai Resort, geht unsere Reise weiter. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sandy, Giel und dem gesamten Kokai-Team für die tolle Gastfreundschaft. Eure liebe Tochter Zia hat uns jeweils den Tag versüsst.

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