Insel Bohol

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Wir quartierten uns für drei Nächte im Vintage Inn in Dumaguete (Insel Negros) ein. Die Unterkunft liegt zentral, direkt neben lokalen Markt. Das Wifi reichte sogar um einige Blogeinträge auf unsere Website zu laden, judihuiii. Der Grund nach Dumaguete zu reisen, war einmal mehr das dortige Immigration Office. Jedoch erhielt nach 2h Wartezeit nur ich die ID-Card, Pädus war anscheinend noch in Manila. Wir fragten nach einer weiteren Visaverlängerung, da unser Visum Anfangs März bereits wieder ablaufen würde. Kein Problem, wir  konnten unsere Pässe inkl. Visum mit Gültigkeit bis Anfangs Mai gleich wieder mitnehmen. Perfekt! Der Verkehr in Dumaguete ist chaotisch. Es hat unglaublich viele Tricycle und Mopeds. Abends treffen sich die Leute am Rizal Boulevard zu Umtrunk und Picknick. Die Hauptstadt der Provinz Negros Oriental ist zugleich Universitätsstadt. Die Silliman University ist die einzige protestantische Universität des Landes.

Papierkram im Immigration Office

Nach weiteren Erledigungen fuhren wir mit der Fähre auf die Insel Bohol. Bereits vor fünf Jahren besuchten wir die zehntgrösste Insel der Philippinen. Damals weilten wir in der Hauptstadt Tagbilaran und unternahmen Tagesausflüge zu den Tarsiern, Chocolate Hills etc. Leider reichte damals die Zeit nicht, um Panglao Island und Anda zu erkunden. Das wollten wir nun nachholen. Von Tagbilaran aus teilten wir uns mit anderen Touristen einen Van und fuhren zum Alona Beach, welcher auf Panglao Island liegt. Die Insel ist leicht über zwei Brücken zu erreichen. Mit ihren zahlreichen Resorts aller Preiskategorien zählt die Insel zu den beliebtesten Reisezielen der Visayas. Manche nennen die Insel auch "little Boracay". Wir hatten keine Erwartungen und wollten uns selbst ein Bild verschaffen. Drei Nächte wohnten wir in einem komfortablen Zimmer mit Gemeinschaftsbad im Citadel Inn. Einen Tag verbrachten wir am beliebten weissen Alona Beach, welcher nur einige Gehminuten von unserer Bleibe entfernt lag. Es hatte viele Restaurants, Bars, Shops, Tauchzenter und unzählige Touristen.

Alona Beach auf Panglao Island

Am zweiten Tag mieteten wir ein Moped. Als Erstes hielten wir am Dumaluan Beach, der beste und längste Strand der Insel. Es hatte auch viele Einheimische am öffentlichen Strand, da einmal mehr Wochenende war und dazu noch Valentinstag. Als Nächstes besuchten wir die Bohol Bee Farm. Dort werden Speisen und Getränke nur mit ökologisch einwandfreien Lebensmitteln aus eigener Produktion zubereitet. Im Restaurant mit Meerblick assen wir zu Mittag. Das Essen war hervorragend! Zur Farm gehört auch ein Shop, in dem hausgemachte Köstlichkeiten wie Honig, Mangoaufstrich, Pesto, Kekse und auch Kunsthandwek angeboten werden. Wir kauften Tee und Eiscreme. Am Alona Beach gibt es auch einen Eiscreme-Stand, Restaurant und Shop der Bohol Bee Farm. Mindestens einmal am Tag gönnten wir uns ein leckeres Eis, yammy! Ein lustiger junger Filipino zeigte uns die Farm. Es war eine interessante Tour. Wir sahen eine wunderschöne gelbe Schlange im Baum, durften Kräuter nach dem Geruch erraten, sahen Frauen beim Taschen anfertigen und durften die fleissigen Bienchen beobachten. Ein Besuch der Bohol Bee Farm ist wirklich sehr empfehlenswert.

Summ, Summ, Summ...

Unser nächstes Ziel war die Tarsier Foundation in Corella. Bereits vor fünf Jahren besuchten wir die vom Aussterben bedrohten Tarsier, kleine Halbaffen mit aussergewöhnlich grossen, unbeweglichen Augen. Diese froschartig von Ast zu Ast springenden Winzlinge sind nächtliche Jäger, die man tagsüber kaum zu Gesicht kriegt. Bei der Tarsier Foundation ist nur ein kleiner Teil mit drei Tarsiern zugänglich für Touristen. Man muss ruhig sein und Fotografieren ist nur ohne Blitz erlaubt. Wir folgten unserem Guide in den dichten Dschungel und wurden fündig. "Glubschi" schlummerte gemütlich an einem Ast. Durch ein Geräusch gestört, öffnete er kurz seine Augen. Die beiden anderen Tarsier sahen wir schlafend hoch oben in den Baumkronen. Es ist toll, dass die Tarsier Foundation immer noch so besteht wie bei unserem letzten Besuch. Leider begeben sich viele Touristen nach Loboc, wo die Tarsier nicht artgerecht gehalten werden und meistens nach kurzer Zeit sterben. In Loboc werden die armen Tarsier täglich grossem Stress ausgesetzt und in Käfigen gehalten. Einfach schrecklich! Und das alles nur für eine Foto mit Tarsier auf dem Arm oder sogar Kopf! Eine Katastrophe und für mich unbegreiflich! Auf einem Plakat sahen wir, dass in Loboc sogar Tiger-Shows zur Belustigung der dummen Touristen angeboten werden. Unglaublich traurig! Nach einer grosszügigen Spende für die Tarsier Foundation fuhren wir von Corella zurück nach Panglao Island.

Süsser Tarsier

Wir fuhren die Küste entlang über Danao an den Alona Beach. Am Abend des Valentinstags drehten die Leute komplett durch. Alle Restaurants waren bis zum letzten Platz besetzt und überall konnte man Kitsch für sein Herzblatt kaufen. Da wir keinen Bock hatten auf einen Tisch zu warten, gönnten wir uns in einem Delikatessenshop dunkles Brot mit Käse und assen im Hotelzimmer.
Am nächsten Tag reisten wir via Tagbilaran nach Anda. Ein sauberer, etwas verschlafener Ort auf einer Halbinsel im Südosten von Bohol. Dank Reservierung kriegten wir das letzte Zimmer im Little Miami Beach Resort. Wir genossen den langen, breiten, weissen Strand direkt vor der Haustür. Leider wurden während unseres Aufenthalts die zum Resort gehörenden Picknick-Häuschen renoviert. Bereits am Morgen früh begannen die Handwerker ihre lärmige Arbeit. Ausserdem wurde rechts und links vom Resort ausgiebig Karaoke gesungen. Am Wochenende kamen ganze Lastwagen voll mit Bergdorfbewohnern, um den Strand und das Meer zu geniessen.

Kids am Strand von Anda

Meinen Geburtstag verbrachten wir gemütlich am traumhaften Sandstrand und Abends gingen wir ins Restaurant R&S essen. Der nette Kellner stellte sogar frische Blumen auf unseren Tisch. Das Essen war wie immer köstlich. Am Markt kauften wir Bananen-Kuchen, welchen wir so gerne mochten. Ich hatte einen schönen zweiten Geburtstag in Asien 😊

Meinen Geburi im Sommer feiern fägt!

Pädu war zwei Tage tauchen mit Anda Divers Enjoy. Am zweiten Tag ging ich als Schnorchler mit. Es hatte schöne Korallenblöcke mit farbigen Fischen und gaaaanz vielen Anemonenfischen. Nach unserer Rückkehr kauften wir am Markt Reis, Gemüse und Fried Chicken. Wir assen und plauderten mit den netten Leuten vom Tauchzenter. Sie luden uns ein am nächsten Tag, unser Letzter in Anda, ihr Resort zu besuchen. Das ruhige Bohol Lahoy Resort liegt in der Nähe des Dorfs Guindelman. Abends assen wir am Markt (Topfküche) in Anda und packten unsere Tramper. Eigentlich sollte unsere Reise auf die Insel Camiguin weiter gehen. Doch leider gibt's momentan keine Fährverbindung von Bohol aus. Deshalb werden wir nach acht Nächten in Anda auf die Nachbarinsel Leyte weiter reisen.

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