Dauin / Apo Island

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Am Morgen vom 22.12.2014 fuhren wir mit dem lokalen Bus in 4h von Sipalay nach Dauin, an die Südküste der Insel Negros. Wir stiegen an der Hauptstrasse aus und liefen mit unseren sieben Sachen den Naturweg entlang bis zum Drill-Shack-Resort, welches direkt am Meer liegt. Suzie, die philippinische Besitzerin, zeigte uns unser Cottage. Es war klein, aber fein. Kühlschrank, TV, Bett, Pult mit Stuhl, Badezimmer und eine kleine Terrasse mit Meersicht. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl.

Unser gemütliches Cottage im Drill-Shack-Resort

Zu Fuss liefen wir zum Liquid Dive Resort. Auf Grund einer Empfehlung hatte Pädu bereits am Sugar Beach per Mail Kontakt mit dem Dive Resort aufgenommen. Das Tauchzenter geniesst einen hervorragenden Ruf. Pädu informierte sich bei Jim, dem englischen Tauchinstruktor, betreffend Tauchkursen. Sie bieten auch einfache Bungalows am Strand an, welche jedoch verhältnismässig teuer sind. Deshalb quartierten wir uns im preiswerten Drill-Shack-Resort ein, welches ca. 5 Gehminuten entfernt liegt.
Am nächsten Tag, dem 23.12.2014, machten wir uns früh Morgens auf den Weg nach Dumaguete. Mit dem Jeepney dauert die Fahrt ca. 20 Minuten und kostet um die 20 Rappen pro Weg. In der Universitätsstadt gingen wir direkt zum Immigration Office, um unser Visum um weitere 59 Tage zu verlängern. Unser Visum war bis am 2.1.2015 gültig und bei Überzug bezahlt man eine Strafgebühr. In einem Fotofachgeschäft machten wir Passfotos, da man in den Philippinen ein spezielles Format benötigt. Nebst einem Passfoto mussten wir auch noch Kopien des letzten Visum abgeben. In einem Zeitungsladen fanden wir einen Kopierer. Nach einigem Hin und Her fuhren wir ohne Pässe wieder zurück nach Dauin. Uns wurde gesagt, dass wir die Pässe inkl. Visum und ID-Cards in DREI WOCHEN abholen können. Krass, diese lange Wartezeit!
Am 24.12.2014 feierten wir Weihnachten im Drill-Shack mit Suzie, deren Sohn Wayne, Familie & Freunden der Beiden und ein paar anderen Resort-Gästen. Es gab ein grosses Buffet mit leckeren Speisen. Reis, Spaghetti, Salat, Truthahn, Fisch und natürlich ein Spanferkel (Lechon). Yammy!

Lechon (Spanferkel) zu Weihnachten

Das Essen war gratis, aber jeder Gast musste ein Geschenk im Wert von 200 Pesos (CHF 4.00) mitbringen. Später am Abend wurden dann Lose gezogen und jeder Gast erhielt ein Weihnachtsgeschenk. Pädu und ich erhielten Beide ein Set Gläser geschenkt. Wir glauben, dass Filipinos gerne Glaswaren verschenken 😉 Zwischen Weihnachten und Neujahr machte Pädu den Rescue-Kurs bei Jim im Liquid. An Silvester gab es wieder ein Gratis-Buffet mit köstlichem Essen im Drill-Shack. Um Mitternacht wurden am Strand Feuerwerk gezündet. Happy 2015!
Pädu entschied sich bei Jim einen weiteren Kurs zu absolvieren - Technisches Tauchen. Ich genoss die sturmfreien Tage 😁 Die Zeit verging schnell und ich fand immer eine Beschäftigung. Schwedische Krimis lesen, im Pool schwimmen, Yoga, Schmuck aus Muscheln basteln, Blogeintrag und Mails schreiben etc. An Pädus freien Tagen gingen wir manchmal nach Dauin an den lokalen Markt und kauften Früchte und Gemüse. Ab und zu fuhren wir auch nach Dumaguete in den Hypermarkt oder die Robinson's Mall. Es war sehr praktisch einen Kühlschrank im Cottage zu haben. Auf Anfrage hätten wir sogar einen Gasherd erhalten, um selber zu kochen. Es hatte auch drei Grill-Stellen, die man benutzen konnte. Wir mixten gesalzene Butter und frischen Knoblauch, bestrichen Vollkorn-Toasts und grillten unser eigenes Knoblauchbrot, nämpf. Mittags assen wir meistens in einem der Pick-Nick-Häuschen vor unserem Cottage.

Mittagessen im Pick-Nick-Häuschen

Ich schnippelte Vormittags Gemüse und machte daraus Salat. Abends assen wir vorwiegend im Restaurant unseres Resorts. Bilma, die nette Angestellte, sorgte sich immer gut um uns. Wir waren meistens die einzigen Essensgäste. Das Essen war lecker und es gab grosse Portionen. Da die Speisen frisch zubereitet wurden, dauerte es jeweils etwas länger. Wir verbrachten die Wartezeit mit jassen 😉 Obwohl das Drill-Shack-Resort ausgebucht war, war es sehr ruhig. Die Mehrzahl der Gäste waren Langzeit-Bewohner, die mehrere Monate dort wohnten und selber kochten. Leider lud der schwarze Sandstrand nicht wirklich zum baden ein. Das Meer war sehr wild und steinig. Es hatte jedoch ein grosses Pool im Resort. Dieses wurde regelmässig mit frischem Meerwasser aufgefüllt.
Zum Resort gehörten auch zwei Hunde, Patty und Head-Head. Der liebe Head-Head mit seinem Vorzeige-Hundeblick, welcher mich dazu brachte ihm im Supermarkt Würstli zu kaufen. Die Filipinos lieben diese Würstli, welche es in allen Grössen und Geschmacksrichtungen gibt. Wir verfüttern sie lieber an die Hunde, hahaha.

Head-Head liebt Würstli ;-)

Zwei Mal ging ich mit nach Apo Island, ein von Korallenriffen eingerahmtes Paradies. Die meisten Leute auf dem Boot waren Taucher. Doch die Insel gilt als eines der schönsten Schnorchelgebiete des Landes. Das kann ich bestätigen! Ich habe viele Meeresschildkröten in allen Grössen und zum Anfassen nah gesehen. Mit grosser Bewunderung habe ich ihnen beim Essen und Entspannen zugesehen. Ich bin mit ihnen geschwommen und habe beobachtet wie sie an der Wasseroberfläche Luft holen und dann wieder abtauchen. Es war ein eindrückliches Erlebnis, welches ich nie vergessen werde. Diese faszinierenden Kreaturen sind meine Lieblings-Meeresbewohner. Auch bewunderte ich farbige Korallen, zahlreiche Fische und eine grosse Seeschlange. Vermutlich sind alle auf den Philippinen vorkommenden Seeschlangen giftig. Zum Glück sind sie nur selten aggressiv und haben nur ein winziges Maul.

Meeresschildkröte auf Apo Island

Tatsächlich erhielten wir Mitte Januar beim Immigration Office in Dumaguete unsere Pässe inkl. Visum zurück. Es fehlten jedoch die ID-Cards, welche man für zukünftige Visum-Verlängerungen benötigt. Man teilte uns mit, dass es weitere drei Wochen dauert - wirklich toll...!
Als wir am 22.12.2014 in Dauin anreisten, hatten wir keine Ahnung wie lange wir bleiben würden. Schlussendlich wohnten wir einen Monat im Drill-Shack-Resort. Wir konnten von einem tollen Rabatt auf unserer Unterkunft profitieren. Pro Nase bezahlten wir knapp CHF 90 für einen Monat - unschlagbar günstig! Es war ein komisches Gefühl unser gemütliches Häuschen nach dieser Zeit zu verlassen. Wir fühlten uns wohl und bereits fast etwas "Zuhause". Wir haben eine kleine Box mit ein paar Sachen wie Abwaschmittel etc. bei Suzie&Co. deponiert. Sehr wahrscheinlich werden wir in absehbarer Zeit nochmals nach Dauin reisen. Aber nun freuen wir uns erst mal auf die Nachbarinsel Siquijor.

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