Sipalay (Insel Negros)

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Nach einer langen Reise (12,5h) kamen wir müde am Sugar Beach an. Es war bereits dunkel und da es fast kein Licht hatte, war es schwierig sich zu orientieren. Zu Fuss liefen wir zum Driftwood Village. Dieses liegt, wie alle Unterkünfte am Sugar Beach, direkt am Strand. Die nette Angestellte zeigte uns drei verschiedene Cottages. Uns gefielen alle super und wir entschieden uns für's Mynah Bird, welches auf Stelzen steht und ein Open Air Bad hat. Im Driftwood Village sind alle Cottages aus Naturmaterialien angefertigt. Jedes Häuschen wurde liebevoll und individuell eingerichtet. Die Anlage ist sehr grün, gepflegt und doch naturbelassen. Die Besitzer Daisy (Filipina) und Peter (Schweizer) haben ein Paradies geschaffen. Und die herzlichen Angestellten (die "girls", alles Schwestern oder Cousinen von Daisy) tragen einen grossen Teil dazu bei. Es hat drei liebe verfressene Hunde im Resort. Sie buddelten überall Löcher und lagen fast den ganzen Tag im tiefen kühlen Sand. Wir haben uns auf Anhieb sehr wohl gefühlt im Driftwood Village.

Unser Cottage "Mynah Bird"

Es gibt nur wenige Unterkünfte am Sugar Beach und insgesamt zwei Tauchzenter. Wir informierten uns beim Takatuka Resort und gingen zwei Tage mit ihnen tauchen/schnorcheln. Die Tauchplätze am ersten Tag waren auch super geeignet für die Schnorchler. Wir waren ein richtiges Schweizer-Boot. Nicole und Nadja kamen aus Zug und sogar die Tauchlehrerin war eine Schweizerin. Es war noch ein deutscher Tauchlehrer dabei, welcher jedoch Schweizerdeutsch verstand. Nadja machte schöne Fotos beim Schnorcheln. Leider reisten die Beiden am nächsten Tag ab. Somit waren am zweiten Tag der Amerikaner Todd, der Brite Mike und der Schweizer Gaspi als Schnorchler dabei. Pädu war der einzige Taucher. Es hatte starke Strömungen und Wellengang. Wenn man länger auf dem Boot blieb, wurde man seekrank. Da ich keine Flossen dabei hatte, war paddeln angesagt - ufff. Beim zweiten Stopp besuchten wir ein Schiffwrack, welches in 6m Tiefe lag. Das war auch für uns Schnorchler sehr spannend und eindrucksvoll. Es hatte schöne Korallen und viele farbige Fische. Doch die Stimmung wurde getrübt. Die Tauchlehrerin stocherte mit ihrem Pointer (Stab) in den Korallen herum, um ein Foto von einer Garnele zu schiessen. Ich war schockiert als ich sah wie sie die Korallen kaputt macht. Der Schnorchler (!) Todd tauchte zu ihr hinunter. Er versuchte ihr klar zu machen, dass sie dies unterlassen soll. Sie machte jedoch einfach weiter. Bereits am ersten Tag hatte Pädu mit ihr diskutiert, da sie ihr Equipment am Boden mitgeschleipft hat. Aber es zeigte keine Wirkung. Am Folgetag machte Pädu noch einen letzten Tauchgang mit dem deutschen Tauchlehrer. Es ist Schade, dass es so gekommen ist. Uns waren die Beiden symphatisch, aber ein solches Verhalten ist inakzeptabel. Man muss die Unterwasserwelt schützen! Eigentlich geht man davon aus, dass dies ein/e TauchlehrerIn wissen sollte... Go diving, leave only bubbles!

Sehr giftige Seeschlange

Todd erzählte uns, dass wir unbedingt mal in der Nacht im Meer schwimmen müssen. Gesagt, getan. Bei jeder Bewegung leuchtete das dunkle Meer. Es sah aus als würden Tausende von Glühwürmchen darin schweben. Ich konnte gar nicht genug davon kriegen zu tauchen. Durch die Taucherbrille sah man das Phänomen am Besten. Ich habe das noch nie vorher gesehen. Das nennt sich Biolumieszenz (tierisches Licht). An einem anderen Abend hatten wir Stromausfall. Pädu und ich nutzten die Gelegenheit, um in der Finsternis ins Meer zu gehen. Dieses Mal war die Magie noch grösser, da wirklich nur das Meer und der Mond den Sugar Beach erleuchteten. Was für ein unvergesslicher Moment!
Wir verbrachten sonnige Tage am schönen Palmenstrand. Das Meer eignet sich am Sugar Beach perfekt zum Schwimmen. Es hat nur Sand und keine Korallen in Ufernähe. Wir schwammen jeden Tag und machten auch regelmässig Yoga in unserem gemütlichen Häuschen. Gegen Abend wurde am Strand Beach-Volleyball gespielt, was nicht so unser Ding ist. Die Sonnenuntergänge waren meistens kitschig. Tagsüber konnten wir manchmal die Fischer bei der Arbeit beobachten.

Sugar Beach

Abends assen wir zwei Mal im Sulu Sunset, welches am Ende des Strands liegt. Das Essen war gut, aber die Küche im Driftwood Village ist für unseren Geschmack die Beste am Sugar Beach. Egal ob Filipino, Thai oder Western-Food, es war immer top! Mit viel Liebe zubereitet und serviert. Auch gibt's einen schweizerischen Einfluss bei der Speisekarte. Es gibt Berner Rösti, Zürcher Geschnetzeltes, und sogar echtes Schweizer Käsefondü. Daisy sagte, dass es aus der Migros sei 😉 Pädu und ich erhielten den Spitznamen Mr. & Mrs. Pinakbet. Täglich bestellten wir die vegetarische Variante dieses leckeren philippinischen Gerichts. Yammy!

Mrs. Pinakbet inkl. leckerem Pinakbet :-)

Wir fühlten uns wirklich wie im Schlaraffenland - alles war saulecker. Ich träume heute noch vom Mango Float. Während wir auf's Essen warteten, spielten wir oft Master Mind oder jassten. Es hatte diverse Spiele, die man ausleihen durfte. Das Jass haben wir natürlich von Zuhause mitgebracht 😁 Man hatte beim Essen immer Gesellschaft von zahlreichen Geckos. Die Kleinen waren überhaupt nicht scheu und liefen auf den Tischen herum oder hingen an der Ketchup-Flasche. Einer sprang sogar auf Pädu, was anscheinend nichts Ungewöhnliches ist gemäss den Angestellten. Auch in unserem Cottage sahen wir manchmal grosse Geckos, welche wir immer wieder bewundern. Wir sind beide Gecko-Fans. Ich fühlte mich jedoch etwas beobachtet, wenn mich während dem Duschen ein grosser Gecko mit seinen Augen anglotzte. Spanner, hihihi.

Der Spanner-Gecko ;-)

Für vier Nächte mussten wir Cottage wechseln, da das Mynah Bird leider vorausgebucht wurde. Das Cottage (Philippine) Eagle war zwar kleiner, hatte aber eine gemütlichere Terrasse inkl. Hängematte. Die Cottages tragen alle Namen von bedrohten Tierarten. Tolle Idee!
Je näher Weihnachten/Neujahr rückte, desto mehr Gäste reisten an. Die 19 Cottages wurden teilweise von Stammgästen im Voraus gebucht. Manche bleiben zwei Wochen im Badeurlaub und fliegen dann wieder ins kalte Europa zurück. Andere verbringen den ganzen Winter hier, was ich sehr gut verstehen kann.   
Uns hat es ungaublich gut gefallen am Sugar Beach. Wir werden das Driftwood Village bestimmt bald wieder besuchen. Diesmal sicher länger als zwei Wochen 😁 Herzlichen Dank nochmals an Daisy, Peter und die netten girls! Elmie, we miss you!

Die netten "girls" vom Driftwood Village!

 

1 Kommentar :

Tönt doch super! Weiterhin alles Gute!
Februar 14, 2015 12:15
Alle anschauen von Larry

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