Welcome to the Philippines

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Am Montagvormittag, den 3.11.2014 flogen wir mit Singapore Airlines (A380) nach Singapur. Da wir 18h Aufenthalt hatten, stellten wir unser Gepäck am Flughafen ein. Wir landeten um 6.00h Morgens und verbrachten den Tag in einem der zahlreichen Parks des Inselstaats. Wir sind ja bekanntlich nicht die Städtefans, doch Singapur gefällt uns sehr. Abends trafen wir uns im Chinatown mit Anthony, den wir auf Tioman Island (Malaysia) kennen lernten. Wir freuten uns sehr auf ein Wiedersehen. Nach dem Abendessen trafen wir einen Arbeitskollegen von Anthony. Zu viert assen wir leckeres Snow Ice und die Beiden begleiteten uns sogar zum Flughafen. Es war ein toller Abend.

Snow Ice mit Anthony und Kevin

Mit Cebu Pacific Air flogen wir kurz nach Mitternacht weiter nach Cebu City. Endlich wieder in den Philippinen. Die Insel Cebu gehört zur Inselgruppe Visayas. Das Jetlag machte uns zu schaffen und wir schliefen sehr viel. Zu Fuss erkundeten wir die Hauptstadt der Insel Cebu. An unserem ersten Abend assen wir im Chowking, den wir bereits von unserer ersten Philippinen-Reise kannten. Der Chowking ist eine philippinische Fastfood-Kette, die jedoch chinesisches Essen serviert. Wir lieben Siomai und Wonton. Das sind kleine mit Fleisch und Gemüse gefüllte Teigtaschen, die gedämpft werden. In der riesigen Ayala Mall kauften wir philippinische SIM-Karten. Nach vier Nächten in Cebu City reisten wir mit dem Bus quer über die Insel nach Toledo. Von dort aus fuhren wir mit der Fähre nach San Carlos auf die Nachbarinsel Negros.

Reisfelder auf Negros

Wir quartierten uns für eine Nacht im preiswerten YonYong Guesthouse ein. Abends war Streetfood angesagt. An einem Stand assen wir köstliche Siomai. Später wählten wir an einem anderen Strassenstand Essen aus. Wir zeigten mit dem Finger auf die gewünschten Speisen und sassen uns zu den Einheimischen an die kleinen Tische. Für läppische 50 Pesos (CHF 1.10) erhielten wir Reis, Nudeln, Fleischbällchen, Gemüse und eine Cola. Leider verpassten wir um einige Tage das Pintaflores Festival, welches jedes Jahr im Zeichen der Blumen steht. Die Leute tragen farbige Blumenkostüme und tanzen durch die Strassen. Ich wäre wirklich gerne dabei gewesen. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus durch eine schöne hügelige Dschungel-Landschaft nach Bacolod. Dort nahmen wir die Fähre via Iloilo (Insel Panay) nach Jordan (Insel Guimaras). Mit dem Jeepney fuhren wir bis zur Abzweigung zum Alubihod Beach. Jeepneys waren ursprünglich Kleinbusse, die die US-Amerikaner nach ihrem Abzug von den Philippinen zurückgelassen hatten. Mit ihren überfüllten Sitzreihen und den meist farbenfrohen Bemalungen sind Jeepneys ein typisch philippinisches Transportmittel. Wir finden Jeepneys suuuper! Wir verbrachten ruhige Tage am Alubihod Beach. Die Insel Guimaras ist bekannt für ihre süssen Mangos. Leider war nicht Saison. Doch für uns Mango-Fans waren sie bereits süss und lecker.

Guimaras Mangos

Nach drei Nächten verliessen wir die Insel Guimaras und reisten mit der Fähre zurück in die Hauptstadt Iloilo (Insel Panay). Mit einem "Raserbus" fuhren wir im Eiltempo nach Roxas City. Dort trafen wir unsere deutschen Freunde Rebekka & Philippe. Wir haben die Beiden in Kambodscha (Mondulkiri) kennen gelernt. In der Zwischenzeit wohnen und arbeiten sie in Roxas City. Sie leben in einem schönen Haus direkt am langen schwarzen Sandstrand. Wir freuten uns total auf ein Wiedersehen! Eine ganze Woche hausten wir bei den netten Gastgebern. Wir hatten sogar unser eigenes abgetrenntes Reich inkl. Badezimmer, welches die Beiden liebevoll eingerichtet haben. Rebekka unterrichtet Yoga und wir durften am Unterricht im Shala (Yoga-Schule) teilnehmen. Die Übungen waren sehr anstrengend und der Schweiss tropfte regelmässig auf meine Yoga-Matte. Vielleicht lag es auch an den hohen Temperaturen, die bereits um 7.00h Morgens herrschten.

Unser Haus am Meer bei Rebekka & Philippe

Abends kochten wir manchmal Zuhause was Leckeres oder gönnten uns einen köstlichen Lapu-Lapu (Fisch) sweet&sour bei Alma's, einem der zahlreichen Seafood-Restaurants am Strand. Auch lernten wir Kinilaw kennen. Das ist eine Art Fischsalat mit Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch und Chili. Bis jetzt meine philippinische Lieblingsspeise. Übrigens ist Roxas City bekannt für schmackhaften Fisch und Meeresfrüchte. Wir verbrachten gemütliche Abende zusammen. Am Samstagabend besuchten wir das Kino in der luxuriösen Robinson's Mall. An einem Stand kauften wir Reisgerichte take-away und die Getränke besorgten wir im Supermarkt. Es ist tatsächlich erlaubt Essen und Getränke ins Kino mitzubringen. Toll! Das nächste Mal vielleicht 'ne Pizza 😁 Ein Kinoticket kostet nur 130 Pesos (CHF 2.80) und es laufen die aktuellsten Filme. Das Kino war topmodern, extrem klimatisiert und halb leer. Einen Kinobesuch können sich wohl nur die reichen Filipinos leisten. Es war ein cooler (im wahrsten Sinne des Wortes...) Kinoabend.
Am Sonntag fuhren wir mit Philippe's Geschäftsauto in ein Fischerdorf. Bereits während der Fahrt stieg der Geruch von getrocknetem Fisch in die Nase. Im Dorf verhandelten wir den Preis, um uns mit einem Fischerboot auf die vorgelagerte Insel Olotayan zu bringen. Als wir nach dem Ausflug wieder zurück ins Dorf kamen, waren wir immer noch die Attraktion des Tages. Pädu warf ein paar Körbe mit den Jungs. Basketball ist DER Nationalsport auf den Philippinen. Es war ein gelungener Tag mit vielen Eindrücken.

Kinder im Fischerdorf bei Roxas City

Manchmal ging Philippe zu Fuss zur Arbeit und wir durften sein Motorrad ausleihen. Wir fuhren bis ans Ende der Küstenstrasse oder zur Gaisano-Mall, wo wir preiswerte Sportkleidung kauften. Manche Nachmittage verbrachten wir in unserem Lieblingscafé direkt am Strand, welcher übersät ist mit wunderschönen Muscheln. Ich könnte stundenlang Muscheln sammeln 😊
Nach einer Woche packten wir unsere Tramper. Wir durften ein paar Sachen bei Rebekka & Philippe lagern, da wir nach unserem Aufenthalt auf der Insel Boracay wieder zu ihnen reisten.
Nach einer 5-stündigen Reise mit Minibussen und Fähre erreichten wir Mika's Place am Diniwid Beach. Der Resort gefiel uns auf Anhieb. Boracay gehört zu Panay und ist als Trauminsel weltweit bekannt. Sie ist die touristischste Insel der Philippinen. Eigentlich voll nicht unser Ding. Doch da wir sowieso in der Nähe waren, wollten wir uns persönlich ein Bild von Boracay verschaffen. Der White Beach ist sehr populär und es reiht sich ein Resort ans Andere. Doch die Hotelanlagen sind übersichtlich und (noch) nicht höher als die Palmen.

White Beach

Es werden zahlreiche Aktivitäten angeboten. Von Segeln bis zu Helikopterflügen. Es hatte sehr viele Touristen, mehrheitlich Asiaten und Russen. Wir waren froh am ruhigeren Diniwid Beach zu sein, wo wir uns sehr wohl fühlten. Mika's Place ist das älteste Gebäude am Diniwid Beach und wird von einer netten einheimischen Familie geführt. Die freundliche Besitzerin hat uns erzählt, dass sie nächstes Jahr das Dach aus Palmenblättern erneuern werden. Das ist auch wirklich nötig. Einmal regnete es heftig in der Nacht und ich erwachte, da der Regen vom Dach auf mein Bett tropfte. Wir verschoben das Bett und ich konnte in Ruhe weiter schlafen. Es gibt auch zwei kleine Küchen bei Mika's Place. Die netten Jungs sorgen gut für das kulinarische Wohl der Gäste.

Aussicht von unserem Hotel Mika's Place

Abends liefen wir manchmal an den White Beach. Bis zur D'Mall, wo es zahlreiche Restaurants und Souvenirshops gibt, läuft man jedoch knapp 40 Minuten. Man kann direkt am langen Sandstrand entlang laufen und hat somit immer Unterhaltung. Es werden Feuershows vorgeführt, hat teilweise Live-Musik und überall chillige Bars, wo man günstig einen leckeren Cocktail schlürfen kann.
Pädu war nur einmal tauchen. Das Tauchzenter am Diniwid Beach hatte leider zu wenig Tauchgäste. Auch war ihr eigenes Boot in der Reparatur und sie mussten jeweils ein Boot mieten, was natürlich zusätzliche Kosten verursacht. Mit eigenem Boot wären sie auch mit nur einem Tauchgast auf's Meer gefahren. Wir verhandelten den Preis mit einem Fischerboot und machten einen privaten Schnorchelausflug. Es hatte schöne Korallen und Fische, aber leider zogen Wolken auf und die Sonne fehlte. Das fand ich etwas Schade.
Wir genossen die Tage am schönen Diniwid Beach sehr. Das Meer war türkisblau mit weissem Sand und eignete sich super zum Baden. Auf einem bequemen Liegestuhl aus Bambus zu relaxen und spannende Bücher vom schwedischen Krimiautor Hakan Nesser zu lesen, war einfach herrlich. In der Schweiz kaufte ich einen E-Reader. Keine schweren Bücher mehr schleppen - wie praktisch. Wir schlürften täglich leckere Mango-Calamansi-Shakes und genossen die kitschigen Sonnenuntergänge. Nach 8 Nächten verabschiedeten wir uns von den netten Leuten bei Mika's Place und von der Insel Boracay. Bei sonnigem Wetter reisten wir zurück nach Roxas City, wo wir von Rebekka & Philippe empfangen wurden.

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