Welcome to Indonesia

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Wir hatten während unseres Aufenthalts in Singapur die Weiterreise nach Sumatra (Indonesien) organisiert. Im Internet buchten wir die Tickets für die Fähre auf die Insel Batam. Alles klappte super und wir fuhren in 45 Minuten von der Harbour Front in Singapur auf Pulau Batam, welche bereits zu Indonesien gehört. Beim Zoll bezahlten wir je USD 35 für's 30-tägige Visum. Ohne Probleme reisten wir in Indonesien ein. Wir verbrachten eine Nacht auf Pulau Batam, da die Fähre auf's Festland von Sumatra früh Morgens startet. Mit dem Taxi fuhren wir nach Nagoya, wo sich die Unterkünfte befinden. Wir quartierten uns im Pagoda Hotel ein und kauften in der naheliegenden Shopping-Mall indonesische SIM-Karten. Im Supermarkt begutachteten wir das grosse Angebot an Lebensmitteln und Kosmetik. Sogar die Markenprodukte waren saugünstig! Nach einem leckeren Reisgericht gingen wir schlafen.

Nasi Ayam Rica-Rica

Wir mussten vor 6.00h aufstehen, da die Fähre vom Sekupang Terminal um 7.30h startete. Bei den diversen Stopps kamen jeweils Verkäufer mit Essen und Getränken aufs Boot. Es ging laut zu und her "Nasi Goreng! Nasi Goreng! Sate, Sate!" Wir kauften zwei Schalen Nasi Goreng für je Indonesische Rupiah (IDR) 10'000. Das sind nur 75 Rappen pro Schale! Der gebratene Reis mit Gemüse und grünem Chili war lecker. Später probierten wir preiswertes Sate, Fleisch-Spiessli mit Erdnuss-Sosse zum Dippen und Reis dazu. Ist dasselbe wie Satay - yammy! Die Fähre war gut ausgestattet mit aufmerksamen Personal, WC, genügend Rettungswesten inkl. Gebrauchsvorführung (wie im Flugzeug) und sogar TV's. Es wurden diverse Filme in Englisch mit indonesischen Untertiteln gezeigt. Wegen dem Motorenlärm verstand man jedoch nichts. Wir waren die einzigen Touristen auf der Fähre. Neben uns sass eine nette einheimische Familie. Ich plauderte mit der aufgeweckten 15jährigen Tochter, die Englisch sprach und mir Snacks anbot. Schnell erhielt ich eine Freundschaftsanfrage auf Facebook und die Selfies durften auch nicht fehlen ;-) Nach ca. 5h Fahrt kamen wir am Hafen von Buton an. Yesss, wir hatten das Festland von Sumatra erreicht. In unseren Tickets war die Weiterreise von Buton mit dem Bus inbegriffen. Es herrschte Chaos - viele Leute, Gepäck, Autos... Man schleuste uns durch die Masse zu einem 6-Plätzer PW. Unser Gepäck wurde in den Mini-Kofferraum gestopft und wir durften in der hintersten Sitzreihe Platz nehmen. Es reisten noch drei einheimische Frauen mit und ein grosser Teddybär. Während der Fahrt wurde eifrig telefoniert. Es gab Momente in denen Alle (inkl. Fahrer) am Handy quasselten.

Telefonsüchtig ;-)

Da sie diese alten Nokias besassen, war der Akku auch nie leer. Die Strasse war schlecht und doch erreichten wir nach einer holprigen Fahrt Pekanbaru. Dort wurden wir bei einer Baracke abgesetzt. Es stellte sich heraus, dass dies ein Büro für Bustickets war. Wir kauften die Tickets für die Weiterreise nach Bukit Tinggi, unser Ziel. Nach kurzem Warten wurden wir von einem 6-Plätzer PW abgeholt und dachten bereits "Wow, das geht aber zackig!" Falsch gedacht... Wir wurden zu einem anderen "Reisebüro"-Standort gebracht und warteten auf die Abfahrt. Aus der gesagten Stunde wurden schnell Zwei. Unser Fahrer genehmigte sich eine Dusche und etliche Zigaretten. Man spendierte uns einen Kaffee und extrem süssen Sirup, welcher Neongrün leuchtete.

Minivan mit locals

Dann ging unsere Fahrt doch noch los. Sprich wir hatten knapp zwei Stunden bis wir die beiden einheimischen Passagiere aufgegabelt hatten. Der Verkehr war chaotisch und wir mussten sogar einen geschäftigen Markt durchqueren. Die Strassenverhältnisse nach Bukit Tinggi waren gut. Da es die einzige asphaltierte Strasse auf dieser Strecke ist, hatte es auch während der Nacht sehr viel Verkehr. Am Strassenrand herrschte reges Treiben. Es hatte viele Restaurants, Cafés, indonesische WC (Stehklo) und kleine Läden mit allen Notwendigkeiten. Wir erreichten Bukit Tinggi nach ca. 7,5 Stunden, also um 3.00h in der Nacht. Wir liessen uns vor dem Orchid Hotel absetzen. Unser Fahrer klingelte und es wurde uns Folgendes mitgeteilt "Sorry, we're fully booked!" Wir sagten unserem Fahrer, dass er ruhig mit den beiden anderen Passagieren weiter fahren kann. Zu Fuss machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Die Strassen waren ausgestorben und die Gästehäuser alle geschlossen. Ich sprach auf der Strasse einen Herrn an. Er hatte in seinem Haus tatsächlich ein Zimmer zu vermieten. Wir verhandelten den Preis für eine Nacht im Merdeka Homestay. Pädu genehmigte sich eine eiskalte Dusche, brrrr. Wir fielen müde ins Bett. Was für eine Reise! Wir freuen uns sehr auf einen Monat in Sumatra :-)

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