Pulau Perhentian & Pulau Kapas

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Die Pulau Perhentian (Pulau = Insel) liegen im Nordosten von Malaysia, nahe zur thailändischen Grenze. Sie bestehen aus der Pulau Perhentian Besar und der Pulau Perhentian Kecil. Wir fanden eine Unterkunft an der Coral Bay auf der Pulau Kecil, die kleinere der beiden Perhentian-Inseln. Es gibt keine Banken, Autos, Motorräder und die Energieversorgung erfolgt durch zeitlich begrenzt betriebene Generatoren. Die Gästehäuser säumen sich um die Strände, der Rest der Inseln ist üppiger Dschungel. Man sieht häufig Warane in allen Grössen. Wir sahen ein grosses Exemplar bei einer Bungalow-Anlage. Ich finde diese Echsen sehr eindrücklich. Auf einem schmalen Weg gelangt man von der Coral Bay zum Long Beach. Dort genossen wir den weissen Sandstrand und das türkisfarbene Wasser. Abends assen wir jeweils im Restaurant Ewan's, welches preiswertes und leckeres Essen servierte. Nach zwei Nächten in einem heruntergekommenen und überteuerten Zimmer des Amelias, wechselten wir die Unterkunft. Bei Maya Chalets erhielten wir ein Bungalow direkt am Strand mit Meersicht - herrlich!

Unser Bungalow (links)

Pädu war einen Tag tauchen während ich in der Hängematte auf unserer Terrasse ein spannendes Buch las. Bei Mama's Kitchen assen wir jeweils das typische malaysische Frühstück Roti Canai. Das ist ein luftiges Fladenbrot, welches mit einer scharfen Currysosse zum Eintunken serviert wird. Köstlich!

Typisch malaysisches Frühstück: Roti Canai

Wir buchten einen Schnorchel Tagesausflug bei Mama's Kitchen. Zusammen mit einer asiatischen Familie fuhren wir mit einem Schnellboot zu fantastischen Schnorchelplätzen rund um die beiden Pulau Perhentian. Wunderschöne Korallen, kristallklares Wasser und unzählige Fische in allen Farben. Ein Paradies für Schnorchler! Wir sahen zum ersten Mal einen Riffhai. Leider sahen wir ihn nur kurz. Der Höhepunkt waren die riesigen Meeresschildkröten, die am Meeresgrund Nahrung suchten und an der Wasseroberfläche Luft holten. Ein unvergessliches Erlebnis für uns Schildkrötenliebhaber. Wir waren beeindruckt von der farbigen Unterwasserwelt.

Schnorcheln beim "Lighthouse"

Schlussendlich blieben wir eine Woche auf Pulau Perhentian Kecil. Zurück auf dem Festland wurde uns als nächste Destination Pulau Kapas empfohlen. Wir warteten am Strassenrand eine Stunde auf den nächsten lokalen Bus, mit welchem wir nach Kuala Terengganu fuhren. Da wir erst Abends anreisten, verbrachten wir eine Nacht im Ping Anchorage Traveller's Inn. Am nächsten Morgen reisten wir mit dem lokalen Bus weiter nach Marang. Von der kleinen Fischerstadt fuhren wir mit dem Speedboat in 10 Minuten zur Insel. Pulau Kapas liegt nur 6km vor der Küste. Nicht dass hier viel los wäre: Doch genau das macht den Reiz aus. Marineblaues Wasser, weisse Strände, wilde Dschungelpfade und Ruhe. Alle Unterkünfte und wenige Restaurants gruppieren sich um zwei kleine Strände an der Westküste. Wir klapperten alle Unterkünfte ab und entschieden uns fürs Pak Ya Chalets.

Aussicht von unserem Chalet

In Malaysia werden die Bungalows oft Chalets genannt. Unser herziges Chalet war direkt am Strand. Das Meer vor der Haustüre zu haben ist toll. Abends schläft man zum Meeresrauschen ein und Morgens kann man ins Bikini hüpfen und sich im Meer erfrischen. Wir verbrachten die Tage mit faulenzen, lesen, baden, schnorcheln, gut essen und Pädu war auch noch tauchen.

Chanti am Schnorcheln

Abends zogen Gewitter auf, welche meistens auf dem Festland blieben. Wir assen manchmal im Koko's. Das Restaurant steht unter einem grossen Mandelbaum, in welchem eine Flughunde-Familie lebt. Wenn man einen Tisch unter dem Baum erwischte, musste man aufpassen, dass man nicht von herunterfallenden Mandeln getroffen wird. Die deutschen Besitzer sagten uns, dass es ruhiger wurde seit sie auf ihrer Speisekarte Flughund mit Chili anpriesen 😉 Das beste Essen wurde uns im KBC serviert. Das Roti Canai mit Currysosse war unglaublich lecker und auch die anderen lokalen und westlichen Speisen waren immer köstlich. Wie bereits auf Perhentian sahen wir auch auf Kapas wieder Monitor-Warane.

Monitor Waran

Die Einheimischen sperrten sogar ihre Katzen in Käfige während der Nacht. Auf Perhentian sagte man uns, dass die Warane die Katzenpopulation im Zaum halten. Pulau Kapas ist wirklich eine wunderschöne Insel mit Bilderbuch-Stränden, welche täglich vom herunter gefallenen Laub befreit werden. Sogar den Abfall hat man hier im Griff. Überall stehen Container und 6x die Woche kommt die Müll-Abfuhr per Boot. Dank eines grossen zentralen Generators hat man rund um die Uhr Strom. Es ist der perfekte Ort für Ruhesuchende. Wir genossen eine gemütliche Woche im Paradies.

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