Welcome to Malaysia

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Mit dem Speedboat fuhren wir von Koh Lipe nach Pakbara. Von dort aus reisten wir mit dem Minibus nach Hat Yai, das Verkehrs- und Wirtschaftszentrum von Süd-Thailand. Wir warteten eine Stunde auf den Minibus, welcher uns über die Grenze nach Malaysia bringen sollte. Da wir jedoch die einzigen Passagiere waren, wurde anstatt ein Minibus ein Privatwagen angeheuert. Somit hatten wir eine Privatfahrt nach Georgetown, die Hauptstadt der Insel Penang. Die Grenze passierten wir ohne Probleme und erhielten ein 90-Tage-Visum. Kurz nach der Grenze merkte man bereits einige Unterschiede zu Thailand. Die Strasse war in besserem Zustand und es hatte sogar Leitplanken. Alles wirkte auf den ersten Blick moderner und sauberer. Unser Fahrer fuhr zügig. Nach 3h überquerten wir die moderne Brücke auf die Insel Penang. Ich war geschockt von den vielen hässlichen Wolkenkratzern, den massiven Einkaufszentren und dem krassen Verkehr. Im historischen Zentrum, welches seit 2008 zur UNESCO gehört, suchten wir eine Unterkunft. In der 75 Traveller-Lodge fanden wir eine tolle Bleibe.
Die Insel Penang gilt als die "Perle des Orients". Da mag jeder seine Vorstellung haben, einmalig ist Penang aber mit Sicherheit. Noch immer leben in der Inselhauptstadt Georgetown Moslems, Christen, Hindus und Buddhisten Tür an Tür. Die Stadt ist voller Autos und hat nur wenige Fussgängerwege, was sehr mühsam sein kann.
Am nächsten Tag suchten wir als Erstes einen Geldautomaten (ATM) und deckten uns mit Malaysischen Ringgit ein. Wir spazierten durch Little India und genossen die köstliche indische Küche. Georgetown ist DIE Gourmethauptstadt Malaysias, die Küche ist legendär. Indische, chinesische und malaiische Händler buhlen miteinander um die Gunst der snackliebenden Bevölkerung. Es gibt herausragende Strassenstände. Abends assen wir jeweils im "Red Garden". Ein Platz mit etlichen Ständen, die leckere Gerichte aus Malaysia, China, Indien, Thailand, Korea, Philippinen, Japan etc. anpriesen.

Red Garden

Hier gibt's sogar Bier, was nicht üblich ist. Alkohol ist bei der muslimischen Bevölkerung unbeliebt und wird sehr hoch besteuert. In Malaysia ist der Islam zwar Staatsreligion, aber es herrscht Religionsfreiheit.
Wir verbrachten die nächsten Tage mit gemütlichem Sightseeing. Zu Fuss erkundeten wir das schöne historische Zentrum. Wir besichtigten Clanhäuser, Tempel, Moschee, Fort Cornwallis, waren auf dem Postamt (Nein, ausnahmsweise mal kein Paket 😉) und genossen immer wieder kulinarische Spezialitäten der Stadt. Bereits am ersten Tag entdeckten wir geniale Wandmalereien, welche in der ganzen Stadt zu finden sind. Wir fanden eine Karte, auf welcher die Standorte eingezeichnet waren. Fast einen ganzen Tag verbrachten wir mit Suchen und Fotografieren. Es kam uns vor wie eine Schnitzeljagd. Wir waren begeistert von den kreativen Malereien.

Berühmte Malerei in der Altstadt

In der protzigen Prangin Mall bestaunten wir die Läden und assen das erste Mal seit Reiseantritt im Mac Donald's. Es gab einen WM-Burger mit scharfer Chilisosse, yammy. Für zwei Menüs bezahlten wir ganze 6 Franken 😉 Am letzten Tag mieteten wir ein Moped. Mit würzigen Samosas als Proviant kämpften wir uns durch den dichten Verkehr. Wir liessen die Stadt hinter uns und genossen die Fahrt durch den Dschungel. An einem kleinen Strand machten wir Halt und assen die pikanten Samosas aus Little India. Wir fuhren durch Batu Ferringhi im Norden der Insel, wo manche Touristen ihren Badeurlaub verbringen (warum auch immer...). Bei der Tropischen Früchtefarm gönnten wir uns einen frischen Fruchtsaft und ein grosses Teller Fruchtsalat. Vitamine pur!

Schlemmerei in der "Tropical Fruit Farm"

Wir genossen es mit dem Moped die Insel zu erkunden. Gegen Abend kehrten wir zurück nach Georgetown. Ein letztes Mal schlemmerten wir im "Red Garden". Die SängerInnen auf der Bühne, in der Mitte der zahlreichen Esstische, gaben wie immer ihr Bestes. Die Lautstärke verhinderte jegliche Kommunikation. Am nächsten Morgen früh (5h!) wurden wir an der Rezeption unseres Hotels abgeholt. Wir sahen noch das 1:0 der Schweizer Nationalmannschaft gegen Honduras bevor wir in den Minibus nach Kuala Besut stiegen. Hopp Schwiz 😁 Unser nächstes Reiseziel sind die Inseln Pulau Perhentian.

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