Koh Lipe

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Wir entschieden uns von Krabi mit den lokalen Bussen nach Pakbara zu fahren. Nach einer etwas umständlichen Reise kamen wir Abends im kleinen Fischerdorf an. Pakbara ist Ausgangsbasis für die Überfahrt zu den Inseln Tarutao, Lipe und Bulon Lae. Die Nacht verbrachten wir im Happy Guesthouse. Am nächsten Tag kauften wir Tickets für das Speedboat auf die Insel Koh Lipe. In der Nebensaison gibt es nur ein Speedboat pro Tag, keine Fähre. Es regnete und stürmte heftig. Wegen dem Unwetter mussten wir einige Stunden warten bis zur Abfahrt.

Sturm vor der Überfahrt

Wir wurden in ein völlig überfülltes Speedboat gequetscht. Es hatte nicht genügend Sitzplätze und wir mussten stehen. Das Boot schlug mit voller Kraft auf den hohen Wellen auf. Uns taten bald die Arme weh vom ständigen Festhalten und uns war schlecht. Das salzige Wasser spritzte uns ins Gesicht, manche Leute erbrachen in Plastiksäcke und ich dachte, unser letztes Stündchen hat geschlagen. Es war eine Horrorfahrt, die nicht enden wollte. Ich war unglaublich froh als wir endlich auf Koh Lipe ankamen. Nie mehr möchte ich eine solche Fahrt durchstehen müssen! Koh Lipe ist eine kleine, zumeist flache Insel. Sie sieht aus wie ein schwungvoll gezeichnetes Dreieck. Sie wurde vor vielen Jahren den Chao Leh (Seenomaden) von der thailändischen Regierung geschenkt, daher gehört sie nicht zum Tarutao Nationalpark. Wir liefen an den Hauptstrand, den Pattaya Beach, und fanden bei Forra Bungalows eine schöne Unterkunft am Strand. Unser Bambus-Bungalow war geräumig mit offenem Nassbereich. Beim Duschen hatten wir jeweils Gesellschaft von einem Frosch. Wir tauften ihn Fröschi und ernannten ihn zu unserem Haustier 😉

Unser Bambus Bungalow

In den ersten drei Nächten wurde jeweils unsere kleine Handseife aus dem offenen Bad entwendet. Auch unsere gut verpackten Snacks wurden angeknabbert und sogar meine Unterhosen wurden nicht verschont... Wir nehmen an, dass die Ratte dafür verantwortlich war, welche wir eines Abends sichteten. Ein Haustier mehr 😉 Auf unserer Terrasse hatte es eine Hängematte mit Blick aufs Meer. Herrlich! Sehr viele Unterkünfte, Restaurants und Bars haben in der Nebensaison geschlossen. Dies störte uns überhaupt nicht. Wir fanden einige tolle Thai-Restaurants mit köstlichen Gerichten und auch coole Strandbars, die Abends chillige Musik abspielten und gute Cocktails servierten.

Unser Standard: Mango-Shake, Thai-Curry und Papayasalat

Am Wochenende hatte es etwas mehr Touristen auf der Insel, da Malaysier gerne ihr Wochenende auf Koh Lipe verbringen. Malaysia liegt ein Katzensprung entfernt. Ansonsten hatte es (fast) keine Touristen und lärmige Longtailboote - perfekt! Pädu ging noch zwei Tage tauchen und ich verschlang interessante Bücher. Am Strand hatten wir manchmal Besuch von verspielten Hunden oder einer verschmusten Katze. Damit die Tiere sich nicht wie wild vermehren, werden diese markiert und kastriert. Was man leider mit den lästigen Moskitos nicht machen kann. Das Abfallproblem hat leider die wunderschöne Insel Koh Lipe nicht verschont. Teilweise wird sogar Müll aus Indien an den weissen Sandstrand gespült. Der Strand wird jedoch säuberlich geputzt und sieht traumhaft aus.

Pattaya Beach

Das vorgelagerte Korallenriff eignete sich super zum Schnorcheln. Wir sahen viele bunte Fische, blaue Seesterne, grosse Seeigel und zahlreiche Nemos. Nach über einer Woche wollten wir die Insel noch nicht verlassen, mussten aber wegen unseres Visum. Am Liebsten hätten wir noch viel mehr Zeit auf Koh Lipe verbracht. Wir hatten 10 Tage sonniges und heisses Wetter, der Regen blieb fern. Das gemütliche Inselleben, das leckere Thailändische Essen, der weisse Sandstrand, das türkisblaue Meer, unser heimeliges Bambus-Bungalow... wir vermissen Koh Lipe bereits jetzt! Nach insgesamt 2,5 Monaten Thailand, werden wir die Grenze nach Malaysia überqueren.

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