Die obere Andamanenküste

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Auf Koh Phi Phi Don sahen wir uns ein paar Gästehäuser an und entschieden uns für das letzte Zimmer im Coco's, welches ein paar Gehminuten vom Zentrum entfernt liegt. Vier Nächte blieben wir auf der belebten Insel. Es hatte sehr viele junge Leute. Ich kam mir fast alt vor mit meiner Drei am Rücken 😉 Am ersten Abend assen wir in einem Restaurant direkt am Strand. Ich liebe es unter Palmen zu essen und dabei die Füsse im Sand zu verbuddeln. Ferienfeeling pur! Danach sassen wir in den chilligen Strandbars und tranken Buckets mit Sangsom (Thai-Rum). Es war ein lustiger Abend 😁

Kater?

Wir verbrachten die Tage gemütlich am Strand. An zwei Tagen mieteten wir völlig überteuerte Liegestühle mit Sonnenschirm. Das Wetter war wechselhaft. Wenn die Sonne schien, wurde es sofort sehr heiss. Es hatte jedoch teilweise Wolken oder in der Nacht regnete es. Leider machte ein Käfer die Runde. Zuerst wurde Dominique krank und dann Jeanine auch noch. Ich hätte gerne einen Ausflug zur Maya Bay unternommen. In dieser Bucht wurde der Traveller-Roman "The Beach" mit Leonardo di Caprio verfilmt. Vielleicht war es besser, dass die Zeit nicht mehr reichte als die Beiden wieder einigermassen fit waren. Ich wäre wohl enttäuscht gewesen. Der Ort soll total überloffen und  überhaupt nicht mehr paradiesisch sein.
Mit der Fähre fuhren wir zurück nach Krabi, wo wir im Guesthouse No. 7 zwei Zimmer fanden. Kurz nachdem wir eingetroffen waren, reiste auch Pädu an. Er hat seinen Advanced- und Nitroxkurs erfolgreich auf Koh Tao absolviert. Wir liefen zu Viert über die "Walking Street". Dieser beliebte Markt findet nur am Wochenende statt. Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant Good Dreams verabschiedeten wir uns von den Beiden. Sie flogen am nächsten Tag nach Bangkok, wo sie eine Nacht verbrachten. Am Folgetag traten sie die Heimreise an. Wir hatten eine coole Zeit 😁 Het gfägt mit öich, Schänu & Döme!

Partynudeln

Pädu und ich blieben insgesamt vier Nächte in der geschäftigen Kleinstadt Krabi. Wir kauften an der gut besuchten "Walking Street" noch einige schöne Mitbringsel. Jeden Morgen assen wir leckeres Khao Soi zum Frühstück in unserem Lieblingsrestaurant Good Dreams 2. Die nette Bedienung und das köstliche Essen vermissen wir bereits jetzt. Wir erkundeten die Stadt zu Fuss und mieteten ein Moped, um an die Strände zu fahren. Der Nopparat Thara-Beach hat uns sehr gut gefallen. Wir badeten im warmen Meer, relaxten am (fast) einsamen Strand und schlürften frische Kokosnuss-Shakes.

Nopparat Thara-Beach

Am Ao Nang-Beach fanden wir den Massentourismus-Trubel. Ao Nang ist heute ein internationales Pauschalreiseziel, das den Hauptstränden auf der Insel Phuket nur noch wenig nachsteht. Die Stadt erstreckt sich von der Häuserzeile entlang der lärmigen Strandstrasse mit ihren Resorts, Läden, Restaurants und Bars bis weit ins Hinterland. Wir schwangen uns schnell wieder aufs Moped und fuhren zurück nach Krabi Stadt.
An Pädus Geburtstag genossen wir ein letztes Khao Soi. Um 11.30h fuhren wir in einem total überfüllten Minivan durch eine schöne Karstlandschaft von Krabi nach Phuket, Thailands grösste Insel. Am 26.12.2004 geriet Phuket durch einen verheerenden Tsunami ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Von der Katastrophe betroffen waren Einheimische und Touristen aus aller Welt. Unser Fahrer fuhr wie ein Irrer ohne Rücksicht auf Verluste. Wir hielten bei einem Reisebüro an und sollten angeben in welchem Hotel wir übernachten werden. Da wir jedoch noch keine Ahnung hatten, wollten sie uns teure Zimmer andrehen. Komisch! Wir stiegen zurück in den Raserbus und wurden in Phuket Stadt bei strömendem Regen irgendwo am Strassenrand hinaus geworfen. Wir waren noch nie Fans von Minivans, jetzt noch viel weniger. Als es nur noch nieselte, suchten wir ein Zimmer. Im Thalang Guesthouse fanden wir eine nette Bleibe. Die Angestellten waren sehr freundlich und das Gästehaus liegt Mitten in der schönen Altstadt. Die Fassaden der hübschen Häuser chinesischer Geschäftsleute sind beliebte Fotomotive.

Chinesisches Haus in der Altstadt

Nach dem Abendessen gönnten wir uns zur Feier des Tages ein Stück Cheesecake im Rider's Café. Pädus Geburikuchen - yammy!
Wir besuchten die Ocean Shopping-Mall und ich konnte bei South Wind Books meine beiden Bücher tauschen. Ich habe noch nie eine so grosse Auswahl an deutsch-sprachigen Secondhand-Büchern gesehen.
Um nach Patong Beach zu gelangen, mieteten wir ein Moped. Nach knapp 20km erreichten wir unser Ziel. Patong ist eine Stadt für Touristen mit allem, was dazu gehört: Shopping, Essen und die nächtlichen Vergnügungen, die Patong weltberühmt gemacht haben. Wir parkierten unser Moped und besuchten eines der gewaltigen topmodernen Einkaufszentren. Viele Sportläden mit Markenartikeln (ausnahmsweise Originale), etliche Fast Food-Ketten, Kosmetikläden etc. Jedoch sind die Preise teilweise westlich. Wir liefen durch die berühmt berüchtigte Bangla Road mit den zahlreichen Bars, die um Gäste buhlen. In dieser Strasse ist immer was los. Aber Abends geht anscheinend die Post ab.

Bar an der Bangla Road

Der Strand wird von Reihen mit Liegestühlen beherrscht, welche man zu überteuerten Preisen mieten kann. Es hatte viele westliche Touristen, aber auch asiatische Gruppentouristen. Patong unterscheidet sich nicht gross von einem Urlaubsort am Mittelmeer. Ich war schockiert, obwohl ich es genau so erwartet hatte. Wir waren froh, dem westlichen Trubel zu entfliehen und zurück nach Phuket Stadt zu fahren. Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Regen blieb fern. Es regnet seit einiger Zeit täglich, meistens kurz und heftig. Die Regenzeit hat definitiv begonnen. Das merkt man auch an der extrem hohen Luftfeuchtigkeit. Man klebt den ganzen Tag in den Kleidern, eine kalte Dusche hilft nur für zwei Minuten und nasse Kleider trocknen nicht wirklich.
Wir verbrachten einen gemütlichen letzten Tag in Phuket Stadt. Nachdem wir erneut ein Paket in die Schweiz sendeten, besuchten wir die Markthalle und den Obst- und Gemüsemarkt. Wir assen leckere Satay-Spiesschen und preiswerte Thaigerichte. Yammy!
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem lokalen Bus zurück nach Krabi. Die 4-stündige Fahrt führte durch riesige Kautschuk- und Ananasplantagen. Phuket ist bekannt für Ananas und Cashew-Nüsse. Wir entschieden uns zurück nach Krabi zu reisen. Die Stadt liegt auf dem Weg Richtung Süden und hatte uns gefallen. Ausserdem wollten wir unbedingt einen Thai-Kochkurs besuchen. Im Kongkha Inn fanden wir eine tolle Unterkunft. Es hatte drei gemütliche Zimmer mit sauberem Gemeinschaftsbad. Der nette deutsche Besitzer war froh um Gäste in der Nebensaison. Nachdem wir einen sonnigen Tag am Nopparat Strand verbracht hatten, war kochen angesagt. Es gibt verschiedene Kochschulen in Krabi. Wir entschieden uns für die Smart Cookery School, welche in der Nähe des Ao Nang Beach liegt. Morgens gingen wir mit unserem Kochlehrer an den lokalen Markt in Krabi Stadt.

Frischmarkt in Krabi

Er erklärte Pädu und mir die verschiedenen Gemüse, Gewürze, Sossen und frischen Currypasten. Wir erhielten viele hilfreiche Informationen in der halben Stunde. Danach gabelten wir die sechs anderen TeilnehmerInnen bei deren Hotel auf. Wir waren eine gemischte Gruppe mit netten Leuten aus Singapur, Australien, Indien und ein Thailänder, der in Japan wohnt. Fünf Leute hatten den Spezialkurs gebucht, welcher andere Gerichte beinhaltete als bei unserem Tageskurs. Als Erstes widmeten wir uns den Currypasten, welche wir frisch zubereiteten. Das wollten wir schon lange mal lernen. Unser freundlicher Kochlehrer gab uns jeweils die Anweisungen. Es war alles super organisiert und wir zauberten köstliche Gerichte. Es hatte eine grosse mit Gas betriebene Wokstation, wo jeder seinen eigenen Wok zum kochen hatte.

Spass beim Kochen

Nach einigen Stunden war der Esstisch voll von zahlreichen leckeren Thai-Speisen. Zum Glück hatten wir noch nichts gegessen und hatten dementsprechend Hunger. Trotzdem nahmen wir am Ende noch Essensreste mit. Nach dem Festschmaus bereiteten wir noch das Dessert zu, welches wir mit Genuss verspeisten. Wir erhielten ein Rezeptbuch mit all den Gerichten, die wir gekocht hatten. Es war ein toller Kochkurs mit netten Leuten und einem überaus symphatischen Kochlehrer. Ich freue mich, das Gelernte zu Hause anzuwenden. Pädu und ich lieben die vielseitige, gesunde Thailändische Küche. Bereits vor unserer Reise kochten wir mehrmals die Woche Thai-Curries. Nach über acht Monaten ist uns der tägliche Reis immer noch nicht verleidet. Wir sind wirklich Asiaten, was das Essen anbelangt 😉

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