Bangkok

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Die Stadt ist erst 220 Jahre alt und das Ballungsgebiet umfasst über 10 Mio. Menschen. Dicht beieinander liegen Armut und Reichtum, Hektik und Ruhe, Glanz und Elend. Es ist eine unübersichtliche endlose Stadt mit vielen Zentren, welche nicht zu Fuss zu erreichen sind. Dementsprechend wälzt sich ein Strom pinkiger Taxis, qualmender Busse, knatternder Tuk Tuks und Mopeds durch die Strassen. Jeder achte Thai lebt in der Metropole - mit Hoffnung auf ein besseres Leben.
Knapp eine Woche verbrachten wir in Bangkok. Wir quartierten uns in einem Doppelzimmer mit Klimaanlage im Thara House an der Phra Artit Road ein. Am Sonntag besuchten wir den Chatuchak-Markt. Wir waren leicht überfordert mit den über 15'000 Ständen. Auch mit einer Übersichtskarte war es schwierig nicht die Orientierung zu verlieren. Nach ein paar Stunden waren wir geschafft von den vielen Leuten und Eindrücken. Auch die Hitze wurde langsam unerträglich. Um einige Souvenirs reicher, fuhren wir mit dem Stadtbus zurück zum Hotel.
Am nächsten Abend kamen meine Kollegin Jeanine und ihre Schwester Dominique in Bangkok an. Die Beiden waren vorher in Australien. Wir werden die nächsten drei Wochen zusammen unterwegs sein. Ich konnte den Moment des Wiedersehens kaum erwarten 😊
Am ersten gemeinsamen Tag besuchten wir das MBK-Shoppingcenter. Wir waren jedoch etwas enttäuscht, da uns die Läden nicht wirklich ansprachen. Abends schlürften wir einen Cocktail an der VW-Bus-Bar. Einen VW-Bus als Bar, wie genial ist das denn!!!

VW-Bus Bar an der Rambutti

Mit dem Boot fuhren wir zum Wat Pho, einem der wichtigsten Tempel des Landes. Der liegende vergoldete Buddha ist 45m lang und symbolisiert Buddha bei seinem Eingang ins Nirwana.
An einem Abend quetschten wir uns zu Viert in ein Tuk Tuk und fuhren zum Baiyoke II Tower. Es war eine lustige Fahrt, obwohl der Fahrer zuerst zu einem anderen Hochhaus fuhr. Der Baiyoke II Tower ist mit 309m Gebäudehöhe plus 34 weiteren Antennen-Metern zurzeit das höchste Gebäude des Landes. Für das 84-stöckige Hochhaus mussten Pfeiler 65m tief in die Erde gerammt werden. Wir entschieden uns für den Aufzug, da uns 2'060 Treppenstufen (über 1h) doch etwas zu viel waren. Im 78. Stock gibt es eine Aussichtsplattform mit Fenstern. Vom 84. Stock gelangt man jedoch über einige Stufen auf's Dach an die frische Luft. Hier liegt einem Bangkok zu Füssen. Das Lichtermeer ist atemberaubend. Die Plattform mit Gittern dreht sich. Wir drehten einige Runden und genossen anschliessend unseren Gratis-Cocktail (mit Alkohol!) in der Roof Top Bar. Cocktails und Aussicht waren top!

Schänu, Pädu, Chanti und Dömä

Am Freitagabend war Muay Thai (Thai-Boxen) angesagt. Als wir das Lumphini Stadium erreichten, waren die Kämpfe bereits in vollem Gange. Das Stadium war grösser, heller und moderner als das in Chiang Mai. Es hatte viele Einheimische, die lautstark mitfieberten. Leider wurde die lustige Musik diesmal nicht live gepielt. Der Hauptkampf der Champions war der Eindrücklichste. Wir sassen nahe am Ring und sahen jeden Schlag sehr genau. Die Boxer waren hochkonzentriert und jeder Muskel war angespannt. Es wurden jeweils 5 Runden zu 3 Minuten geboxt. Dazwischen wurden die Boxer von ihrer Crew massiert und mit Wasser übergossen. Muay Thai soll in manchen Ländern verboten sein, da es eine sehr brutale Kampfsportart ist. Ich habe dies nicht so empfunden. Mir gefällt der Nationalsport Thailands nach jedem Besuch besser 😉

Muay Thai im Lumphini Stadium

Bangkok ist für Viele ein Shopping-Paradies. Auch wir kauften an den etlichen Marktständen schöne preiswerte Souvenirs. Handeln ist ein Muss, aber nicht einfach mit den Thais. In den bisher bereisten Ländern hat Handeln viel mehr Spass gemacht. Pädu liess sich bei einem der zahlreichen Schneider einen Anzug anfertigen. Unser Paket wog stolze 16kg! Langsam füllt sich unser Garage Zuhause 😉 Wir sind viele Male die krass touristische Backpacker-Strasse Khao San oder Rambutti rauf- und runtergelaufen.

Khao San Road

Dort gibt's zahlreiche Essens- und Marktstände. Die Thai-Curries in den Strassenrestaurants waren köstlich und preiswert. Auch das Touristen-Gericht Nr. 1, Pad Thai, ist immer eine gute Wahl. Und die frischen Frucht-Shakes sind ein Muss. Vor allem bei der Affenhitze!
Bangkok war super, aber nun freuen wir uns auf den Süden mit den vielen Inseln. Ich bin sehr gespannt, was uns erwartet. Man hört Vieles von Südthailand. Bald können wir uns ein eigenes Bild verschaffen.

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