Bagan

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Nach einer Nacht in Yangon fuhren wir am nächsten Tag mit einem Nachtbus nach Bagan. Wir ergatterten die letzten überteuerten Plätze. In einigen Tagen (13.-16.4.2014) ist das Wasserfest in Myanmar und die Busse sind alle ausgebucht bis zu diesem Datum. Mit dem Thailand-Visum im Pass ging die holprige, nicht wirklich komfortable Fahrt in unserem kleinen Bus Abends um 19.45h los. Um Mitternacht gab es eine Essens- und Pinkelpause. Wir konnten sogar etwas schlafen und glücklicherweise wurde es rasch Morgen. Um 7.45h kamen wir müde in Nyaung U an. Im New Park Hotel fanden wir eine Bleibe. Das Hotel liegt in einer Seitenstrasse und ist daher sehr ruhig. Das Zimmer war geräumig und sehr schön. Wir hatten sogar eine kleine Terrasse ins Grüne mit zwei Bambus-Liegestühlen, welche man hier überall sieht. Wie üblich in Myanmar war das Frühstück im Preis inbegriffen. Trotzdem gehörte das Zimmer mit USD 30 zu den Teuersten unserer Reise. Nach einer Nacht wechselten wir ins günstigere Inn Wa Guesthouse an der Hauptstrasse.
Am nächsten Tag trafen wir Steffi & Paul, die netten Österreicher, wieder. Wir hatten uns in Chiang Mai (Thailand) verabschiedet und sind in Kontakt geblieben. Es war ein toller Zufall, dass die Beiden zur gleichen Zeit wie wir in Bagan waren. Wir mieteten Fahrräder und radelten zu den Tempeln, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Einige Tempel kann man besteigen und geniesst dann eine eindrückliche Aussicht. Man wird zwar von Buben belagert, die Postkarten verkaufen oder ausländische Münzen in Kyat tauschen wollen. Auch hat es bei vielen Tempeln Verkäufer, die Sandbilder anpreisen oder sonstige Souvenirstände.

Sonnenuntergang auf dem "Guni" Tempel

Auf dem Areal von Bagan stehen tausende historische Tempel, trotzdem ist es nicht als Weltkulturerbe ausgewiesen. Das liegt daran, dass einerseits die touristische Infrastruktur rücksichtslos ausgebaut wird (z. B. ein 60m hoher Aussichtsturm, der alles überragt). Andererseits finanzieren reiche Burmesen neue Tempel, die teilweise auf historischen Fundamenten gebaut werden. Diese verfälschen das Bild des alten Bagan. Man liest in jedem Reiseführer, dass für Bagan und die Tempel ein Eintrittsticket (USD 15) gekauft werden muss. Dieser Betrag geht an die Regierung. Wir kauften kein Ticket und konnten alle Tempel bis auf den Shwesandaw Paya auch ohne besichtigen. Mit Steffi & Paul machten wir eine Tagestour durch die Tempel. Wir mieteten erneut klapprige Drahtesel und bestaunten die gut erhaltenen Tempel.

Paul, Steffi, Chanti und Pädu

Der Mittagshitze entkamen wir bei einem frischen Zuckerrohrsaft im Schatten. Bei der Rückfahrt hatte ich einmal mehr einen platten Reifen. Es ist wie verhext, ob mit Moped oder Fahrrad, wir haben immer einen Platten. Eine hilfsbereite Einheimische auf dem Moped leihte uns ihr Telefon. Wir riefen den Fahrradverleih an, welcher mit dem Moped ein neues Radl vorbei brachte.

Warten auf's neue "Radl"

Zurück in Nyaung U assen wir in unserem Lieblings-Restaurant. Die freundlichen Besitzer kannten uns bereits und die zwei verspielten Hunde waren auch immer gleich zur Stelle. Das Essen im Restaurant Kaung Set Aung war köstlich und preiswert. Die meisten Backpacker-Touristen finden in Nyaung U eine Unterkunft. Die teuren Hotels befinden sich in Old oder New Bagan. In Nyaung U gibt es eine Seitenstrasse mit vielen Restaurants und Souvenirläden. Bei einem Stand mit Holzschnitzereien konnten wir nicht widerstehen. Wir verbrachten zwei Tage mit Sightseeing bevor am 13.4.2014 das Wasserfestival begann...

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