Yangon

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Mit dem lokalen Bus fuhren wir von Bago in die quirlige Metropole Yangon (4,35 Mio. Einwohner). Die Stadt besitzt einen bezaubernden kolonialen Charme, der sonst nirgends erhalten geblieben ist. Lebhafte und bunte Strassen, hektische Open-Air-Märkte, freundliche Bewohner und traditionelles Essen. Während der 1,5h-Busfahrt nach Yangon unterhielt ich mich mit einem netten Musiklehrer, welcher neben mir sass. Er half uns den richtigen Stadtbus zu erwischen. Was für Ausländer schwierig ist, da die Busse in Burmesisch angeschrieben sind. Was für uns zwar sehr künstlerisch aussieht, aber wir leider nicht entziffern können. Für eine Fahrt bezahlt man in der Stadt 200 Kyat, egal wie weit man fährt. Für unsere grossen Tramper bezahlten wir noch je 100 Kyat extra. Eine Fahrt mit dem Stadtbus ist ein Erlebnis. Die Leute springen in den Bus und werden beim Aussteigen regelrecht aus dem Bus geschubst. Alles verläuft hektisch und doch ist es gut organisiert. Der Kassierer weiss genau, wer neu zugestiegen ist und bezahlen muss. Ich hätte den Überblick nicht mehr bei dem Chaos. Wir fuhren bis zur Endstation und liefen zu Fuss zum Guesthouse, welches uns Charlotte empfohlen hatte. Es liegt in einer Seitenstrasse und das Personal empfing uns sehr herzlich. Wir bezahlten jedoch USD 30 pro Nacht, das teuerste Zimmer unserer bisherigen Reise! Es war ein sauberes Doppelzimmer mit eigenem Bad, Ventilator, Klimaanlage, TV und sogar Kühlschrank. Da es sich im 8. Stockwerk befand, hatten wir auch unsere tägliche Fitness inbegriffen.

Aussicht vom 8.Stock unseres Hotels

Gleich nach unserer Ankunft fuhren wir mit dem Stadtbus Richtung Nationalmuseum, wo sich die Botschaften befinden. Auf der Thailändischen Botschaft wurde uns mitgeteilt, dass Visabeantragungen nur Vormittags gemacht werden können. Ausserdem muss man eine Flug- oder Hotelbuchung vorweisen. Somit fuhren wir mit dem Stadtbus zurück ins Zentrum und assen Samusa Thoke und Dosai auf der Strasse.

Samusa Toke

Anschliessend chillten wir eine Weile im grünen Mahabandoola Garden (Park). Zurück im Guesthouse, buchten wir im Internet einen Flug von Mandalay nach Bangkok und bei Agoda das günstigste Hotelzimmer in Chiang Rai für eine Nacht. Unser erster Flug seit Reisebeginn vor über 6 Monaten! Da man leider das Myanmar-Visum nicht verlängern kann und wir über den Landweg Tage verlieren würden und die Ausreise über Tachileik/Mae Sai sowieso einen Inlandflug benötigt, entschieden wir uns für diese Variante. Von Bangkok aus werden wir mit dem Zug oder Bus direkt in den Norden nach Chiang Rai reisen.
Am nächsten Morgen genossen wir im Guesthouse Reis mit gebratenem Gemüse zum Frühstück. Besser als Toast, Butter, Marmelade und ein gekochtes Ei. Gesättigt gingen wir in den Kopiershop und danach mit dem Bus einmal mehr zur Thailändischen Botschaft. Alles klappte und wir können unsere Pässe am Dienstag zwischen 13-15h abholen. Da wir die Pässe am Freitag abgaben, ist das Wochenende und ein Feiertag dazwischen.
Zu Fuss liefen wir durch den People's Park zur Shwedagon Paya, dem Wahrzeichen der Stadt und seit 2'500 Jahren ein Symbol der nationalen Identität. Der Komplex mit seinem Stupa und 82 weiteren Gebäuden beeindruckt zu jeder Tageszeit. Die Spitze des vergoldeten Turms zieren mehr als 5'000 Diamanten und 2'000 andere Edelsteine. Da das Eintrittsticket den ganzen Tag gültig ist, kamen wir zum Sonnenuntergang nochmals zurück. Die Stimmung war wunderschön und der Stupa verwandelte sich in einen leuchtenden Turm. Es hatte viele asiatische Touristen, die für Fotos posierten. Die Shwedagon Paya ist wirklich sehr eindrücklich.

Wasserspende für Buddha (soll Glück bringen)

Yangon ist eine grosse, lebendige Stadt mit vielen Gesichtern. Wir fanden den streetfood super, welcher uns an Hanoi erinnerte. Auch hier in Yangon hat es überall Essensstände am Strassenrand. Wir genossen es sehr mit den Einheimischen auf kleinen Plastikstühlen traditionelle Speisen zu essen. Ein erfrischender Snack für Zwischendurch sind die saftigen Wassermelonen. Bei den hohen Temperaturen ein toller Wasserspender.

Köstliche Myanmar Wassermelone

Anstatt in Yangon auf unsere Pässe inkl. Thailand-Visum zu warten, werden wir mit dem Bus an den Ngwe Saung Strand fahren. Ich freue mich sehr nach 4,5 Monaten endlich wieder das Meer zu geniessen!

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