Welcome to Thailand

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Der Grenzübertritt von Houay Xai (Laos) nach Chiang Khong (Thailand) verlief ohne Probleme. Bereits im Bus zur Grenze lernten wir das österreichische Paar Steffi & Paul kennen. Die Beiden waren uns auf Anhieb sympathisch. An der Grenze erhielten wir den Einreisestempel, welcher 15 Tage gültig ist. In Chiang Rai war der letzte Bus nach Chiang Mai bereits ausgebucht. Wir kauften Tickets, welche über ein digitales Buchungssystem ausgedruckt wurden. Wow, was für ein Unterschied zu den bisher bereisten Ländern. Zu viert suchten wir eine Bleibe für eine Nacht. Schnell wurden wir fündig, gingen essen, besuchten den Nachtmarkt und plauderten bis spät in die Nacht.

Unser Bus war Luxus - modern, klimatisiert, sauber, mit Sitzplatznummer und einer netten Dame, die uns die Plätze zeigte. Nach ca. 3h Busfahrt erreichten wir Chiang Mai. Die Männer checkten einige Gästehäuser während Steffi und ich im Schatten auf das Gepäck aufpassten. Schlussendlich bezogen wir das letzte freie Zimmer im Diva Guesthouse, welches uns von Sam & Cris in Luang Namtha empfohlen wurde. Später trafen wir Steffi & Paul und assen unser erstes Curry in Thailand. Yummy! Wir lieben Thai-Curries ❤  Am Abend assen wir jeweils am Markt, welcher eine grosse Auswahl an leckerem Essen bietet. Unser absolutes Lieblingsgericht ist Khao Soi, eine Spezialität aus Nordthailand. Dies ist ein Curry mit Koriander, Chili, frischen Eiernudeln und knusprigen Nudeln. Meistens schwimmt ein Hühnerschenkel (für die Österreicher: Haxen! hehehe...) im Curry. Dazu gibt's Zwiebeln, eingelegter Kohl und Limette. Unglaublich köstlich!

Khao Soi in unserem Lieblingsrestaurant

Chiang Mai ist genau das Richtige für Kulturliebhaber und gleichzeitig ein herrlicher Ort zum Entspannen und Nichtstun. Wer etwas lernen möchte, kann einen der angebotenen Kurse belegen (Kochen, Meditieren, Sprachkurs Thailändisch etc.). Es werden auch etliche überteuerte Touren angeboten, über welche man sich am besten vorher genau informiert. Wer lieber gemütlich unterwegs ist, kann durch die Strassen der Altstadt schlendern und die Tempel besichtigen. Die Altstadt besteht aus einem hübschen Platz, der von einem Wassergraben und mittelalterlichen Mauerresten aus dem 14. Jh. umgeben ist. Wir organisierten unser Myanmar-Visum über unser Guesthouse. Das heisst unsere Pässe wurden nach Bangkok auf die Botschaft geschickt. Ich kaufte mir das neue Nokia Lumia 620 bei Siam T.V., ein grosses Einkaufszenter für Elektronik. Vor dem Smartphone-Kauf gingen wir noch ins Rhuampath Spital, um Japanische Enzephalitis zu impfen. In Bern haben wir mit unserem Tropenarzt darüber diskutiert und die Impfung schlussendlich nicht gemacht. Aber da wir bald in der Regenzeit reisen und ich bereits jetzt von den Stechmücken gefressen werde, haben wir uns entschieden die Impfung doch noch zu machen. Im Spital wurden wir von etwa zehn Personen betreut und erhielten die erste Impfdosis. Bezahlt wurde sofort und bar. Die zweite und letzte Dosis folgt eine Woche später. Wir besuchten mit Steffi & Paul den Samstags- und Sonntagsmarkt. Es hatte krass viele Leute. Einziger Vorteil war, dass wir in der Menschenmenge weniger Souvenirs shoppten 😉

Wir gönnten uns eine Pedicure bei Saija Massage & Café, gleich gegenüber von unserem Guesthouse. Nach fast sechs Monaten FlipFlops keine schlechte Idee. Fusspeeling und Massage, Nägel schneiden/feilen/färben. Pädu passte beim Nagellack auswählen, hehehe. Es wurde ein süsser kalter Tee serviert. Der ganze Spass kostete pro Person nur CHF 3! Das werden wir auf jeden Fall wiederholen 😊

Pädus erste professionelle Fusspflege :-)

An einem Abend gingen wir mit Steffi & Paul ins Thapea Boxing Stadium Muay Thai (Thaiboxen) schauen. Zuerst wollte ich gar nicht mit, da ich mich noch nie fürs Boxen begeistern konnte. Aber  Thaiboxen gehört zu diesem Land. Ich bereue es nicht, dass ich mitgegangen bin. Beim ersten Kampf war ich noch skeptisch. Aber mit der Zeit gefiel es mir immer mehr. Beim Thaiboxen darf man alle Körperteile für die Schläge verwenden (ausser den Kopf). Es waren sieben Kämpfe und einer wurde von Frauen ausgetragen. Obwohl ich mir nicht sicher war, ob die Eine wirklich eine Frau war. Pädu und Paul kamen in Wettstimmung und man fieberte von Kampf zu Kampf mehr mit. Am Schluss posierten wir noch mit dem letzten Gewinner, welcher Pädu und Paul einige Bath einbrachte. Es war ein toller Abend. Muay Thai ist wirklich einen Besuch wert!

Posing mit dem Gewinner des Abends

Übrigens ist es krass, dass an jeder Ecke ein 7/11-Shop steht, der 24h geöffnet hat. Rund um die Uhr kann man das Nötigste kaufen. Als wir in Chiang Khong das erste Mal einen 7/11-Shop betraten, waren wir total fasziniert von dem westlichen Angebot. Wir bestaunten Alles mit grossen Augen.

An unserem letzten Abend mit Steffi & Paul assen wir ein Khao Soi auf dem Markt - yummy. Nach einer Runde Billard, quatschen und dem letzten gemeinsamen Thai-Bier verabschiedeten wir uns von den Beiden. Wir freuen uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit Steffi & Paul 😊

Letztes Bier mit Steffi & Paul

Mit dem Minibus fuhren wir 762! Kurven bis nach Pai, ein kleines Nest in den Bergen. In Pai lebt eine bunt gemischte Bevölkerung aus Shan, Thailändern und muslimischen Chinesen. Früher war Pai DIE Hippie-Enklave. Auch heute sieht man immer noch viele junge versiffte Leute mit Dreadlocks, die barfuss durch den Ort laufen.

Im Tayai Guesthouse fanden wir eine schöne und preiswerte Unterkunft für vier Nächte. Am ersten Tag mieteten wir ein Moped und machten eine Rundfahrt bei heissem Wetter. Erster Stopp war das Coffee in Love, wo Pädu sich mit einem Eiskaffee begnügen musste (Stromausfall). Das Kaffee war voll von asiatischen Touristen und hatte eine schöne Aussicht. Beim Love Strawberry @Pai probierten wir einen frischen Thai-Erdbeer-Salat. Man konnte viele Erdbeer-Souvenirs kaufen und für Fotos vor riesigen Plastik-Erdbeeren posieren. Was auch ein thailändisches Hochzeitspaar machte. Beim Pai Canyon waren wir froh um unsere Trekking-Schuhe. Es hatte schmale, staubige und teilweise rutschige Wege. Die Sonne brannte und den Schatten musste man suchen. Aber es hat uns trotzdem gut gefallen. Danach fuhren wir an der Memorial Bridge vorbei, durch die sogenannte Elefantenzone bis zum Pai Tree House. Es war schrecklich die angeketteten Elefanten mit "Touristen"-Korb auf dem Rücken zu sehen. Ich verstehe nicht, dass Leute es toll finden unter solch schlimmen Umständen diese imposanten Tiere zu reiten. Mir tun die Elefanten sehr leid! Wir tranken was Kühles und fuhren zum Wat Pra Tat Mae Yen. Nach vielen Treppenstufen erreichten wir den Tempel auf dem Hügel. Da es dunstig war, liess die Aussicht zu wünschen übrig. Ein Weg über Geröll führte zum grossen weissen Buddha, welcher wohl noch nicht lange dort steht. Obwohl die Sonne nicht mehr lange schien, fuhren wir noch zum chinesischen Dorf Santichon. Dann machten wir uns auf den Rückweg und gaben unser Moped in Pai zurück. Wir mussten eine Passkopie (unsere Pässe sind ja in Bangkok) und eine Kaution fürs Moped und die beiden Helme hinterlegen. Alles kriegten wir ohne Probleme zurück.

Typisches Strassenschild um Pai

Die zwei verbleibenden Tage verbrachten wir mit Fotos von Laos aussortieren, Blogeintrag schreiben, T-Shirts shoppen, Khao Soi und frische Mango mit Klebreis essen, frische Fruchtsäfte trinken, Passkopien ausdrucken, Reiseführer von Myanmar lesen, unseren Balkon geniessen und über den Nachtmarkt schlendern. Wir genossen die entspannte Atmosphäre in Pai sehr. Morgen geht's mit dem Minibus zurück nach Chiang Mai, wo unsere Pässe inkl. Myanmar-Visum im Diva Guesthouse auf uns warten.

Wir kamen am Sonntag rechtzeitig zurück nach Chiang Mai, um vor der grossen Touristenmasse über den riesigen Sonntagsmarkt zu schlendern und die Leckereien zu kosten.

Fruchtsaft-Stand am Nightmarket in Chiang Mai

Nach dem Marktbesuch skypten wir mit meinen Brüdern und Co. Es war sehr lustig 😁 Die beiden nächsten Tage erledigten wir noch Diverses. Wir gingen ins Spital die 2. Impfdosis spritzen, kauften im indischen Restaurant Bombay die Bustickets nach Mae Sot (Grenzort zu Myanmar), machten Besorgungen, brachten 1kg Wäsche, gingen nochmals Fotos machen im Kodak-Shop, beantworteten Mails und luden endlich die Fotos von Laos auf unsere Website. Auch gingen wir an den ATM Thailändische Baht abheben, um diese in USD zu wechseln. Anscheinend benötigt man für Myanmar makellose Dollars-Scheine. Wir assen noch ganz viele leckere Khao Soi und zum Dessert jeweils Klebreis mit Kokosmilch und frischer Mango. Nämpf! Morgen werden wir mit dem Bus nach Mae Sot fahren. Nach einer letzten Nacht in Thailand werden wir am 27.3. über die Grenze nach Myanmar reisen.

Mit dem Bus fuhren wir in ca. 6h nach Mae Sot. Es war bereits nach 18.00h als wir ankamen. Wir teilten uns ein Tuk Tuk mit Phoebe (Engländerin) und einem Ehepaar. Wir tauschten Handynummern mit Phoebe, da sie am Folgetag auch über die Grenze nach Myanmar wollte. Im Hotel Porn Thep (jaja, toller Name...) schliefen wir eine Nacht. Unseren Hunger mussten wir im 7/11 stillen, da bereits alle Restaurants in der Nähe geschlossen hatten. Am nächsten Tag liefen wir in Richtung Phoebes Guesthouse und assen Reis mit Gemüse und Huhn zum Frühstück. Anschliessend fuhren wir zu Dritt mit dem Tuk Tuk zur Freundschaftsbrücke, welche Mae Sot (Thailand) mit Myawaddy (Myanmar) verbindet. Mit dem Visa im Pass überquerten wir die Grenze ohne Probleme. Wir sahen keinen einzigen Touristen. Die Meisten reisen mit dem Flieger nach Myanmar. Wir hatten uns vorher im Internet schlau gemacht (Wikitravel sei Dank!), dass man die Grenze von dieser Seite nur an ungeraden Tagen passieren kann. Wir wechselten an der Grenze USD in Kyat und man sagte uns, dass wir einen Minibus nach Mawlamyine nehmen müssen. Der lokale Bus sei bereits abgefahren und wir müssten zwei Tage auf den Nächsten warten. Nach einem kleinen Missverständnis (wir verstanden USD 40 anstatt USD 14 pro Person für die Fahrt...) willigten wir ein und warteten auf unseren Minibus, welcher sich als Privatauto entpuppte. Unser Gepäck wurde in den bereits vollen Kofferraum gestopft. Und wir sassen alle auf dem Rücksitz zwischen etlichen vollen Orangensaft-Flaschen. Auch auf dem Dach des Autos waren Boxen von diesem leuchtend orangen Gesöff festgebunden. Wir dachten zuerst, dass wir zum Minibus gebracht werden. Dem war jedoch nicht so. Die 7h-Fahrt konnte beginnen. In dem Sinne, minglawa Myanmar 😊

Mit Phoebe in unserem ersten Transportmittel in Myanmar

 

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