Vang Vieng

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Vang Vieng ist umgeben von eindrucksvollen Karstbergen und liegt am Fluss Nam Xong. Vor einigen Jahren war der Ort DIE Partyhochburg von Laos. Viele Backpacker reisten nach Vang Vieng um sich mit Tubing (mit LKW-Schläuchen den Fluss runter) und Drogen zu vergnügen. Das Ganze artete aus und es gab sogar einige Todesfälle. Die Regierung griff ein und liess viele Bars schliessen. Vor allem die Fluss-Bars, welche mit den Tubes angesteuert wurden, um sich volllaufen zu lassen. Trotzdem waren wir skeptisch gegenüber Vang Vieng. Wir hatten viel gehört von anderen Reisenden. Aber wir wollten uns eine eigene Meinung bilden. Wir wurden positiv überrascht! Klar, gibt es immer noch einige junge Leute, die Party machen. Aber um Mitternacht ist Sperrstunde. Der Ort ist zwar sehr touristisch mit den etlichen Restaurants, Bars, Fress-Ständen, Reisebüros und Souvenirläden. Doch herrscht eine seeehr gemütliche Atmosphäre, welche uns passte.

Fast Food in Vang Vieng

Im Nam Song Garden Guesthouse fanden wir eine preiswerte Bleibe mit freundlichem Besitzer. Noch am Anreisetag buchten wir eine Tagestour. Ja, ihr habt richtig gelesen ;-) Normalerweise buchen wir keine überteuerten Touristentouren und sind lieber auf eigene Faust unterwegs. Doch es bot sich an und wir wussten, dass ein sympathisches amerikanisches Paar dabei sein würde. Wir lernten Laura & John bereits im Bus nach Vang Vieng kennen. Die Tour entpuppte sich als eine tolle Sache! Nebst den Amerikanern war noch Kolja, ein netter Deutscher, in unserer Gruppe. Wir besichtigten einige Höhlen. Die Tham Nam (Wasserhöhle) erkundeten wir mit den Tubes. Was für ein Spass! Tubing mit Stirnlampe in einer stockfinsteren Höhle mit kühlem Wasser - ein unvergessliches Erlebnis!
Nach dem Mittagessen war Kajaking auf dem Nam Xong angesagt. Wir trafen eine Gruppe, welche Fotos mit einer toten Wasserschlange machten. Auch sahen wir Einheimische in Unterhosen, welche im Fluss standen und mit einem Stock im Gebüsch wühlten. Unser Guide meinte nur "Maybe a snake...". Unterwegs tranken wir ein Bierchen in einer der drei verbleibenden Fluss-Bars. Dort wurden die Tubing-Leute tatsächlich wie Fische aus dem Wasser gezogen.

Kajaking auf dem Nam Xong

Nach 7km paddeln, erreichten wir unser Ziel. Die Fahrt war anstrengend, aber wir genossen die wunderschöne Kulisse. Am Abend verabredeten wir uns mit Kolja, Laura & John zum Essen und auf einige Drinks. Ein toller Tag!
Juhuuu, 20.02.2014 - mein Geburtstag :-) Wir verbrachten einen gemütlichen Tag. Ausschlafen, lecker Essen, Souvenirs shoppen, chillen, Gin Tonic schlürfen und ich hatte sogar einen Geburi-Donut ;-) An dieser Stelle nochmals vielen Dank für all die netten Wünsche aus der Ferne. Hat mich seeehr gefreut!
Wir mieteten das erste Mal Mountainbikes seit unserer Reise. Meistens gab es nur alte Drahtesel zu mieten. Doch da die Strassen hier eher schlecht als recht sind, waren wir froh um die Mountainbikes. Obwohl wir feststellten, dass die Federung nicht wirklich funktionierte. In unserem Reiseführer war ein Rundtrip um den Karst beschrieben, welchen wir per Rad machen wollten. Die Pisten waren ausgefahren, steinig und staubig. Ich fluchte und jammerte. Doch schnell gewöhnten wir uns an die schlechte Strasse und alles war halb so wild. Für Pädu sowieso, der Biker unter uns. Wir passierten einige kleine Hmong-Dörfer, Reisfelder und Holzbrücken. Ich konnte meinen Blick kaum von den imposanten Karstbergen, die uns umgaben, abwenden.

Karstlandschaft um Vang Vieng

Vielleicht hatte ich deshalb  einen platten Vorderreifen. Die hilfsbereiten Einheimischen konnten wie immer weiterhelfen. Und wir genossen ein Glas frischer Zuckerrohrsaft mit Eis und schwatzten mit einem Hmong, der an der örtlichen Schule Englisch unterrichtet. Im Nu waren wir wieder "on the road". Wir besichtigten die gut besuchte Höhle Tham Pou Kham. Zahlreiche Touristen plantschten im türkisfarbenen Pool vor der Höhle, voll das Baggersee-Ambiente. Der versteckte Weg zur Höhle Tham Nam Bo Keo war super zu fahren mit dem Bike. Doch die Höhle war ein Reinfall. Auf den Schildern stand "you can swim", aber die Höhle war extrem eng und im Innern befand sich ein Mikro-Pool mit genau einem Tube. Hat sich wohl verirrt?! Dieser Pool war überhaupt nicht einladend. Die Stimmung war eher gruselig. Es war stockfinster ohne Stirnlampe und wir trafen nur zwei Franzosen, die schnell wieder draussen waren - wie wir auch. Nach dem Abendessen trafen wir Laura & John (Kolja war bereits weiter gereist) auf einen letzten Schlummertrunk. Die Beiden reisten leider am nächsten Tag weiter. Wir hatten viel Spass mit den netten Amerikanern! Hope to see you soon, guys! And don't forget: rice is nice :-D

Schlummertrunk mit Laura & John

Wir verbrachten einen letzten "lazy day" in Vang Vieng bevor wir am nächsten Tag mit dem Minivan nach Phonsavan weiter reisten.

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