Welcome to Laos

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Was für ein Inselparadies im Mekong! Hier erreicht der Fluss seine grösste Ausdehnung und gliedert sich in etliche Kanäle. Mehr als 70'000 Menschen leben in dieser Wasserwelt. Fast 200 Fischarten tummeln sich in den Gewässern. Das Flussleben und die einmalige Landschaft machen Si Phan Don zu einem der schönsten Reiseziele in Südlaos.
Die grosse Hauptinsel Don Khong wird von vielen Reisegruppen angesteuert. Exotischer sind die kleinen Inseln Don Det und Don Khon. Kokospalmen und Bambushütten säumen die Ufer der beiden Inseln.
Wir verbrachten die erste Nacht in einem günstigen Bungalow des Manisap Guesthouse (LAK 30'000 = USD 3.75), da beim Mama Leuah Guesthouse erst am nächsten Tag ein Bungalow frei wurde. Bei Lutz&Pheng (deutsch-laotisches Paar) fühlten wir uns unglaublich wohl. Das Bungalow mit Terrasse und eigenem Bad war toll. Die Aussicht von den Hängematten auf den ruhigen Mekong war traumhaft. Und dann erst das Essen im Restaurant - lecker! Am Ende blieben wir 10 Nächte auf Don Det und genossen "lazy laos" ;-)

Die Bungalows des Mama Leuah Guesthouse

Nikki&Patrice vom Balcony Guesthouse in Banlung (Kambodscha) waren auch eine Woche bei Lutz einquartiert. Wir lernten Lili, eine lustige Französin, kennen. An einem Abend liefen wir mit Lili zum River Garden Restaurant und bestellten alle den bekannten Pumpkin-Burger (Kürbis-Burger). Leider waren wir enttäuscht. Der Burger war nicht schlecht, aber auch nicht wirklich was Besonderes. Ausserdem war die Bedienung unhöflich und demotiviert. Trotzdem verbrachten wir mit Lili einen amüsanten Abend. Schade, dass Lili nach einigen Tagen weiterreisen musste. Vielleicht trifft man sich ja eines Tages in Montréal, wo Lili wohnt... Auch Barry, den Iren mit Strohhut, liefen wir immer wieder über den Weg. Wir schlürften leckere Shakes und plauderten über alles Mögliche.
Im Norden von Don Det stehen die Gästehäuser dicht an dicht und der Zusatz "happy" auf Speisekarten meint keinen Zustand, sondern eine Zutat. Im Süden, wo wir unsere Unterkunft hatten, ist es viel ruhiger. Das stellten wir fest als wir zu Fuss in zwei Stunden die Insel umrundeten. Der Weg führt am Mekong entlang, an Reisfeldern, Wasserbüffeln, Kokospalmen und Bambushütten vorbei. Im Norden entdeckten wir einen Stand mit köstlichen Samosas :-) Bei einer Wechselstube erhielten wir für unsere Dollars die einheimische Währung LAK (Laotische Kip). Da es auf der Insel keine Bank (ATM) gibt, wendet man sich an die Wechselstuben.

Das Wichtigste überhaupt :-)

An einem Tag mieteten wir Fahrräder und fuhren über die Eisenbahnbrücke aus der Kolonialzeit auf die Insel Don Khon. Dank einem guten Tipp von Lutz fanden wir eine tolle Stelle, wo wir im Mekong baden konnten. Wir waren alleine und genossen das erfrischende Bad. Danach assen wir im Restaurant neben einer Hängebrücke frische Frühlingsrollen und scharfen Papaya-Salat. Der Weg am Ostufer war holprig und führte durch Dschungel. Nach der schönen Aussicht an der Südspitze der Insel fuhren wir zum Bootsanleger im Westen, wo wir uns nochmals im Mekong abkühlten. Erfrischt radelten wir zum imposanten Somphamit-Wasserfall. Der Mekong donnert über mehrere Felsstufen in eine 10m tiefe Schlucht. Es hat auch eine Bucht mit Sandstrand und ein schönes Restaurant mit einladenden Hängematten aus Bambus. Wir genossen den Sonnenuntergang mit einem Beerlao.

Chantis kleiner Fan

Mit Paulina&Jonas (deutsches Paar) mieteten wir ein Boot mit Fahrer. Nach einer 30-minütigen Fahrt über den Mekong erreichten wir den Khon-Phapheng-Wasserfall. Mit gut 20m Tiefe und einigen hundert Metern Breite ist dies der grösste Wasserfall Südostasiens. Bei der Rückfahrt konnten wir den kitschigen Sonnenuntergang über dem Fluss geniessen.

Sonnenuntergang am Mekong

Die ersten Nächte auf Don Det waren kalt und teilweise windig. Pädu hat sogar nach einer weiteren Decke fragen müssen. Ich hatte nebst Sarong und Decke immer Leggins, Socken und Jäggli an zum Schlafen. Tagsüber war es herrlich warm, aber in der Nacht kühlte es ab. Die Temperaturen steigerten sich jedoch von Tag zu Tag. Die letzten Nächte waren angenehm. Auch hörten wir den einzigen Störenfried, den krähenden Gockel, nicht mehr.
Ich habe viele Bücher in der Hängematte verschlungen. Lutz hatte mir einige interessante Romane ausgeleiht. Auch konnten wir unseren Südostasien-Reiseführer (Stefan Loose) gegen den Laos-Reiseführer (Stefan Loose) tauschen. Mal schauen, ob sich dieser besser bewährt. Es waren sehr viele Falschinformationen in unserem Reiseführer. Teilweise sind Hotels und Restaurants aufgeführt, die es seit Jahren nicht mehr gibt oder die Karten stimmen nicht. Und dafür bezahlt man viel Geld...
Es waren herrliche Tage auf Don Det. Lutz war ein freundlicher und aufmerksamer Gastgeber und seine nette Frau Pheng hat uns schmackhaftes Essen serviert. Nach dem Abendessen gab es immer einen Lao Lau (laotischer Reisschnaps). Ein paar Mal hatten wir auswärts gegessen. Aber die Küche des Mama Leuah ist die Beste der Insel! Egal ob Pad Thai, Nudelsuppe, Curries mit sticky rice, Lao Papaya Salat, Sandwiches... alles schmeckt köstlich! Pädu hatte das erste Mal seit unserer Reise Western Food. Shame on you, hahaha :-D Einmal "Swiss Rösti" zum Frühstück und einmal hausgemachtes "Cordon-Bleu".

Swiss Rösti - fast besser als Zuhause

Ich warte noch mit Western Food auf ein Rahmschnitzel mit Butternüdeli ;-) Für den letzten Abend bestellten wir nochmals den Mama Leuah Special Fish zum Voraus. Der krönende Abschluss einer unvergesslichen Zeit auf Don Det :-)

Mama Leuah special

Wir danken Lutz&Pheng herzlich für die entspannten Tage bei ihnen und die köstliche Verpflegung!

Die freundlichen Besitzer Pheng&Lutz

 

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