Backpackers

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Link Wikipedia Rucksacktourismus

Gemäss Wikipedia ist dies die Definition betreffend Backpackers. Wie im Abschnitt Ursprung beschrieben wurde: Nur mit dem nötigsten Gepäck (Rucksack), möglichst preiswert, abseits vom Pauschaltourismus, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Auch wir reisen auf diese Art. Wir haben jedoch viele Touristen mit Tramper am Rücken getroffen, bei welchen der Schein trügt. Sie übernachten in teuren Hotels, essen in westlichen Touristen-Restaurants, fliegen von Ort zu Ort und bereisen in kurzer Zeit möglichst viele Länder. Diese Art zu reisen sagt uns nicht zu. Wenn ich nicht so viel Zeit zur Verfügung habe, bereise ich lieber "nur" ein Land. Nicht wie viele Asiaten, welche in drei Monaten die ganze Welt abklappern. Nach einem Monat reisen, kommt man erst richtig an. Deshalb hatten wir bisher jedes Mal Mühe nach einem Monat nach Hause zu fliegen. Man kennt die Währung und die Preise, hat sich an das Klima und Essen gewöhnt, Land und Leute sind nicht mehr fremd. Wir haben einige Reisende kennen gelernt, die teilweise 1 Jahr Zeit zur Verfügung haben. Sie wissen jedoch genau wann sie wo sein werden und wie lange. Das ist auch das Problem bei einem around-the-world-Ticket. Wir haben über diese Möglichkeit nachgedacht. Aber man muss im Voraus wissen welche Ziele man bereisen will und wie lange. Genau das wollten wir nicht. Wir wollen flexibel sein und dort, wo es uns gefällt, auch mal länger bleiben. Einfach treiben lassen... :-) Es muss Jeder selber wissen welche Art des Reisens für ihn stimmt. Wir finden es jedoch komisch, wenn sich solche Leute als Backpacker bezeichnen.
Es ist auch interessant, dass die Backpacker-Übernachtungsmöglichkeiten meistens teurer sind als ein Guesthouse/Hotel. Die Dorms (Schlafsaal) lohnen sich nicht, wenn man zu Zweit reist, da man pro Person bezahlt. Im Guesthouse/Hotel bezahlt man pro Zimmer.
Auch befürworten wir die ständige Fliegerei nicht. Da dies eine riesige Belastung für die Umwelt darstellt. Leider gibt es zu viele Menschen, denen dies egal ist. Die Meisten machen sich keine Gedanken, was dies in Zukunft für Auswirkungen mit sich bringt. Zum Vergleich: Für das CO2, dass unser one-way Flug nach Hanoi ausgestossen hat, könnten wir mit dem Auto einmal um die Welt fahren. Unglaubliche 7 Tonnen CO2. Und diese Zahl gilt nicht für das ganze Flugzeug, sondern nur für uns Zwei.

Flugemissionen gerechnet von www.atmosfair.de

Zuhause wurden wir häufig gefragt wie wir unsere Reise finanzieren. Mit grossen erstaunten Augen wurden wir angeschaut. Dies ist für Viele unvorstellbar. Es ist nicht so, dass sich die Leute dies nicht leisten können. Reisende sind meistens keine reichen Menschen. Sie setzen nur die Prioritäten anders. Es spielt auch immer eine Rolle welche Länder man bereist und vor allem WIE man unterwegs ist. In Südostasien kann man sehr preiswert reisen. Aber auch andere Kontinente kann man günstig bereisen, wenn man darauf achtet. Wir führen eine Excel-Tabelle über all unsere Ausgaben. Das ist sehr spannend. Wir sehen z. B. dass wir in Vietnam mehr Geld für die Übernachtungen ausgegeben haben als in Kambodscha. Das Essen war jedoch günstiger in Vietnam. Im Durchschnitt haben wir in den drei Reisemonaten pro Monat und pro Person CHF 700.00 ausgegeben. Der Betrag beinhaltet Übernachtungen, Essen&Trinken, ÖV, Ausflüge, Eintritte, Souvenirs, Visa - einfach alle angefallenen Kosten. Klar wird dieser Betrag nicht jeden Monat gleich sein. Dem sind wir uns auch bewusst. Aber wir sind auf Kurs ;-) 

Wir sind "slowly travelers" und geniessen jeden Tag!

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