Sihanoukville & Koh Thmei

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Mit dem überfüllten Minibus fuhren wir in drei Stunden von Kep in die Stadt Sihanoukville, welche auf einer hügeligen Landzunge liegt. Hier herrscht das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. Die meisten Touristen reisen wegen der weissen Sandstrände und der vorgelagerten Inseln nach Sihanoukville. Leider ist das Paradies in Gefahr. Die Regierung hat mehrere Inseln an ausländische Firmen verpachtet, die hier Luxusresorts bauen und Golfplätze anlegen. Wer die Stille der Inseln geniessen möchte, bevor sie der Vergangenheit angehört, muss sich beeilen.

Mit dem Tuk Tuk fuhren wir zum The Estuary Guesthouse im Otres Village, welches ca. 10 Gehminuten vom Otres Beach entfernt liegt. Shaun, der australische Besitzer, zeigte uns das Bungalow, welches wir für zwei Nächte buchten. Das Guesthouse befindet sich direkt an einem Fluss, ist jedoch etwas abgelegen. Am nächsten Tag mieteten wir ein Moped und fuhren in die Stadt. Sihanoukville ist nicht wirklich sehenswert, doch mussten wir Geld abheben, Sonnencrème und Mückenschutz besorgen. Danach fuhren wir an den Serendipity Beach, wo wir in den bequemen Sesseln von Nete's Place chillten und bei einer Strandverkäuferin zwei Sarongs kauften. Endlich! Wir haben keinen Sarong auf unsere Reise mitgenommen, da wir eigentlich in Vietnam einen kaufen wollten. Die Augen hielten wir immer offen, aber erst jetzt haben wir einen Sarong gefunden. Später fuhren wir ans Ende des Ochheuteal Beach. Dort landeten wir per Zufall, da wir falsch abbogen. Aber es hat sich gelohnt. Der Strand war fast menschenleer. Wir gingen baden und warteten auf den Sonnenuntergang. Danach haben wir unsere Einkäufe im Bungalow abgeladen und fuhren an den Otres Beach. In einem der zahlreichen Strandrestaurants assen wir Fisch-BBQ. Wir wurden das erste Mal seit unserer Reise nicht von Einheimischen bedient, sondern von westlichem Personal. Wir haben uns Sihanoukville und die Strände schlimmer vorgestellt. Es wurde uns gesagt, dass es wie Lloret de Mar ist - Party und Drogen. Uns ist dies jedoch nicht so krass aufgefallen.

Kiddies am Strand

Im Internet stiess Pädu zufällig auf die Website vom Koh Thmei Resort. Wir wollten unbedingt auf einer Insel vor Sihanoukville ein paar Tage Ruhe geniessen. Die Insel Koh Thmei kam uns sehr gelegen. Diese liegt im Ream-Nationalpark und es gibt nur einen einzigen Resort. Der Koh Thmei Resort wird von einem deutschen Ehepaar (Kavita&Michael) geführt. Per Mail buchten wir ein Bungalow für drei Nächte. Am nächsten Tag holte uns das Taxi pünktlich ab und fuhr an den Otres Beach, um zwei weitere Gäste Diana&Volker (Deutsche) aufzugabeln. Vollbeladen fuhren wir über Sihanoukville zu einem Fischerdorf, wo bereits das Boot vom Koh Thmei Resort wartete. Auch waren noch zwei andere Gäste dort, welche von Phnom Penh anreisten. Während der einstündigen Bootsfahrt sahen wir sogar Delfine und fliegende Fische. Im Koh Thmei Resort wurden wir herzlich von Kavita, Michael und deren Personal empfangen. Wir erhielten einen Willkommensdrink und einige Informationen. Den lemon juice tranken wir auf der Terrasse von unserem Bungalow mit Meersicht. Der Resort besteht aus 8 Bungalows und einem Restaurant.

Unser Bungalow auf Koh Thmei

Nach Sonnenuntergang kamen die lästigen Blutsauger. Trotz Mückenspray musste ich immer lange Hosen und T-Shirt anziehen, um nicht komplett verstochen zu werden.
In der ersten Nacht hörten wir (trotz Ohropax!) undefinierbare Geräusche auf unserem Dach. Wir gingen nach draussen und leuchteten mit der Lampe auf den Baum neben unserem Bungalow. Und siehe da, zwei Augen funkelten in der finsteren Nacht. Das Tier sah aus wie eine Mischung aus Katze und Waschbär und war leider schnell in der Höhe des Baums verschwunden. Die ganze Nacht hörten wir die Geräusche, welche von mehreren solchen Tieren stammen mussten. Am nächsten Tag fanden wir heraus, dass es sich um Zibetkatzen handelte. Als wir am übernächsten Abend nach dem Essen zum Bungalow kamen, hörten wir wieder dieselben Geräusche auf dem Baum. Tatsächlich sahen wir die Zibetkatzen nochmals. Das freute mich sehr!

Mit Diana, Volker und einer Holländerin machten wir einen Schnorchel Ausflug auf die Nachbarinsel Koh Ses. Michael war auch dabei und zeigte uns, wo das Korallenriff ist. Leider war das Wasser etwas trüb, dafür war der einsame Strand mit den schönen Muscheln toll. Wir kehrten kurz nach Mittag zurück zum Resort.
Die Küche ist jeweils von 8-14h und von 18-20h geöffnet, Getränke gibt's durchgehend. Jedes Bungalow hat im Restaurant ein Heft. Dort muss jeder Gast die konsumierten Speisen und Getränke aufschreiben. Bezahlt wird bei Abreise. Im Heft schreibt Kavita auch die Preise für Ausflüge, Boottransfer, Bungalow auf. Bei den Ausflügen und Boottransfer gibt es einen Pauschalpreis, welcher jeweils durch die Anzahl der teilnehmenden Gäste geteilt wird. Ich finde dies sehr schlau und fair.

Snorkeling Koh Ses

An unserem zweiten Tag machten wir am Nachmittag eine Dschungel-Wanderung mit Guide. Diana, Volker und wir liefen ganze drei Stunden durch den Dschungel (dieses mal mit festem Schuhwerk!). Wir wanderten auf den Holzfäller-Pfaden, sahen gefällte Bäume und hörten Motorsägen. Ich finde dies sehr paradox, da wir ja in einem Nationalpark sind. Aber der Regierung ist das anscheinend egal - Hauptsache der Profit stimmt. Ist ja eigentlich auch komisch, dass ein Resort in einem Nationalpark gebaut werden durfte. Auch wenn dies nur einfache Holzbungalows sind.

Dschungeltrip auf Koh Thmei

Da es uns so gut gefiel, fragten wir, ob es möglich wäre länger zu bleiben. Es wurde uns gesagt, dass wir zwei Nächte verlängern können und wir mussten nicht mal Bungalow wechseln. Michael sagte, dass ab Montag bis 3.1.2014 alle 8 Bungalows ausgebucht sind. Da hatten wir ja Glück! Über Weihnachten/Neujahr scheint es sehr busy zu sein. Von Weihnachtsstimmung fehlt jedoch jede Spur, da fast alle Kambodschaner Buddhisten sind. Das passt uns, da wir nicht wirklich "wiehnächtelig" sind.

Ich habe meine gelesenen Bücher im Resort gelassen und konnte neuen Lesestoff ergattern. Sie haben ein riesiges Büchergestell voll mit Büchern in Deutsch, Englisch und Französisch. Das sind alles Bücher von ehemaligen Gästen. Man kann sich einfach bedienen. Tolle Sache!

Im Resort leben vier Hunde. Einer ist blind, aber voll der Gemütliche. Amy ist ein Wachhund, auf den man sich verlassen kann. Und die beiden Kleinen sind gerade erst dazu gekommen. Die sind total niedlich! Es hat auch ein frei herum laufendes Pony, welches wir im Resort oder am Strand trafen.

Mägmäu (blinder Haushund auf Koh Thmei)

Das Essen im Restaurant war köstlich! Egal ob Amok Fisch, Koh Thmei Fisch, Nudelsuppe, Thon-Baguette, Curry, Salat etc. Alles wird frisch zubereitet und schmeckt lecker. Sie haben nette einheimische Küchenangestellte, welche immer lachen und Spass haben. Trotz dem schmackhaften Essen hat Pädu ganze 6kg abgenommen, und das in 8 Wochen. Bei mir schwankt das Gewicht immer zwischen ein paar Kilos hin und her. Somit können wir unseren täglichen Bierkonsum beibehalten :-D

Es ist unglaublich ruhig im Koh Thmei Resort. Man hört nur das Meeresrauschen und Tiergeräusche aus dem Dschungel. Die Bungalows wurden direkt in die Natur integriert. Wir konnten hier super entspannen und neue Energie für unsere Weiterreise tanken. Kavita&Michael danken wir für ihre Gastfreundlichkeit! Geniesst weiterhin das Inselleben in Kambodscha!

1 Kommentar :

Hallo zämä! Bin ein wenig eifersüchtig! Hört sich wirklich toll an, sieht aber auch toll aus! Gratuliere zu eurem Entscheid eine Auszeit zu nehmen, um diese wunderbaren Sachen erleben zu dürfen!! Gruss Brother Lars
Dezember 20, 2013 03:03
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