Welcome to Cambodia

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Was für eine schreckliche Überfahrt nach Ha Tien! Mit der Express-Fähre rasten wir über das raue Meer. Mir war es überhaupt nicht mehr wohl. Ich dachte, dass wir von den Wellen verschlungen werden. Doch der Fahrer drosselte die Geschwindigkeit und das Meer wurde ruhiger. Nach zwei Stunden kamen wir am Hafen von Ha Tien an. Ich war glücklich an Land zu sein. Wir wurden bereits erwartet. Unser Motorbike-Taxi wartete mit einem Blatt Papier, auf welchem "Chantal, 2 Pax" stand. Ein anderer Typ, der "Visa-Organisator", nahm unsere Pässe inkl. zwei Passfotos und je USD 27 für's kambodschanische Visa ab. Wir wurden von den beiden Herren mit dem Moped an die Grenze zu Kambodscha gefahren. Insgesamt mussten wir drei fast identische Formulare ausfüllen. Sie sahen so aus wie die Formulare, welche man jeweils im Flugzeug erhält bei der Einreise in manche Länder. Wir erhielten den Ausreisestempel von Vietnam, das 1-monatige Visum und den Einreisestempel für Kambodscha. Zuletzt mussten wir uns noch auf einen Stuhl setzen und es wurde an der Stirn Fieber gemessen ;-) Ohne Fieber und mit einem Gesundheitszettel im Pass durften wir in Kambodscha einreisen. Da unser Minibus für die Weiterfahrt nach Kampot einen platten Reifen hatte, mussten wir an der Grenze warten. Mit neuem Reifen fuhren wir via Kep nach Kampot. In Kep machten wir einen kurzen Stopp. Unser Fahrer benötigte eine Dusche nach der staubigen Angelegenheit...

Grenzposten Kambodscha (Reifenpanne)

Von der Bushaltestelle in Kampot machten wir uns auf den Weg zum Pie and Ice-Cream Palace. Ja richtig, das ist der Name unseres Hotels ;-) Dies ist eine Bäckerei im Zentrum, welche auch ein paar preiswerte Zimmer vermietet. Bereits bei der Ankunft duftete es herrlich nach frischgebackenem Kuchen und Brot. Bevor wir die Stadt auskundschafteten, gönnten wir uns einen Chicken-Curry-Pie, so lecker! Wir gingen Geld abheben beim ATM der Canadia Bank, welche keine Gebühren belastet. Zu beachten ist, dass der Betrag in USD ausgezahlt wird. Man bezahlt hier in USD oder Kambodschanischen Riel (KHR). Grössere Beträge bezahlt/erhält man in USD und kleine Beträge in KHR. In USD bezahlten wir dann auch unsere SIM-Cards von Metfone, welche wir in einem Supermarkt erhielten. Abends assen wir in einem Restaurant neben dem Teuk Chhou (Fluss). In den nächsten zwei Tagen besuchten wir den Markt von Kampot, mieteten ein Moped und fuhren nach Kep an den Krabbenmarkt, assen frische Krabben direkt am Meer, verliebten uns in den göttlichen Banana Cream Pie in unserem Hotel, besuchten das TopTree-House, machten Sightseeing, buchten den Transport auf Koh Tonsay (Rabbit Island) etc.

Spezialität von Kep, leckere Krabben!

Kampot und Kep sind charmante Orte, welche man jedoch bald gesehen hat. Vor Kep liegt Koh Tonsay (Rabbit Island), ein (noch) unerschlossenes Paradies mit hellem Sand, klarem Wasser, Palmen und einigen sehr einfachen Bungalows. Wir entschieden uns eine Nacht auf Koh Tonsay zu verbringen. Schlussendlich blieben wir drei Nächte! Die meisten Touristen buchen einen Tagesausflug und um 16.15h verschwindet das letzte Boot in Richtung Festland. Wir kamen vor 10.00h auf der Insel an, bezogen unser einfaches Holzbungalow und assen eine Nudelsuppe mit Shrimps. Nudelsuppen werden in Kambodscha mit Stäbchen und Löffel gegessen - wie in Vietnam. Andere Speisen isst man jedoch mit Löffel (rechts) und Gabel (links). Mit Hilfe der Gabel werden die Speisen auf den Löffel geschoben. Auf dem Land benutzt man zum Essen die rechte Hand. Die Linke gilt als unrein und sollte das Essen nie berühren. Am Abend ass ich das erste Mal die kambodschanische Spezialität  Amok Fish (Fischcurry). Pädu ass Krabben. Beides yammy! Am nächsten Tag machten wir nach dem Frühstück eine 2h-Wanderung um die Insel. Nebst einsamen Stränden sahen wir auch Fischerhütten und sammelten Muscheln für das Terrässli unseres Bungalows. Ein Teil des Weges führte durch dichten Dschungel, was wir im Voraus nicht wussten. Sonst hätten wir andere Kleider und Schuhe angezogen. Ein Buschmesser wäre auch von Vorteil gewesen ;-) Nach den Strapazen gönnten wir uns den besten fresh coconut shake, den wir in unserem Leben getrunken haben und entspannten den ganzen Nachmittag am Strand. Am letzten Tag genossen wir einmal mehr dass sonnige heisse Wetter mit baden, lesen, Blogeintrag schreiben, lecker Essen, relaxen... Am Abend sahen wir sogar noch ein schönes Feuerwerk über dem Meer. Da in Kep an diesem Wochenende das Sea-Festival 2013 stattfand, waren auch die Preise für die Übernachtung etwas höher als gewöhnlich. Für unser Bungalow bezahlten wir USD 10 pro Nacht anstatt USD 8. Viele Einheimische reisten aus der Hauptstadt Phnom Penh nach Kep zu dieser beliebten Veranstaltung, welche jedes Jahr in einem anderen Küstenort durchgeführt wird.

Unsere Bungalow-Anlage

Obwohl wir zuerst skeptisch waren betreffend Koh Tonsay, wurden wir positiv überrascht! Klar, es kommen täglich einige Tagestouristen, um zu baden oder die Insel zu umwandern. Doch diese störten nicht und wir genossen die gemütlichen Tage. Wir hoffen, dass diese Insel noch lange im heutigen Zustand bestehen bleibt!

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