Hà nội

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An unserem zweiten Tag in Hanoi hatten wir immer noch mit dem Jetlag zu kämpfen als wir um 15.00h das Hotel verliessen. Trotz den 16h-Schlaf! Das Wetter war heiss und dunstig. Im Kathedralen-Viertel begaben wir uns zur St.-Joseph-Kathedrale. Heute leben rund 400'000 Katholiken in Hanoi. Danach besuchten wir das Hoa-Lo-Gefängnis auch bekannt als Hanoi Hilton. Das Museum lässt die Härte des französischen Strafvollzugs und die menschenverachtende Gefangenhaltung erahnen. Der Besuch war äusserst interessant.

Ab ca. 18.00h wird es dunkel. Dann ist der Schildkrötenturm, das Wahrzeichen von Hanoi, auf dem Hoan Kiem-See schön beleuchtet. Am Freitag und Samstag ist von 18-24h immer Nightmarket. Einige Strassen werden für den Verkehr gesperrt und man kann günstig verschiedene Waren kaufen. Sonnenbrillen, Spielzeug, Kleider...

In der Nähe unseres Hotels gibt es einige authentische "Bia hoi". Tagsüber gibt es meistens street-food und Abends zusätzlich noch 4%iges Bia (Bier). Das Bier in den Bia hoi wird selbstgebraut und muss innert 24h getrunken werden, da dieses keine Konservierungsstoffe enthält. Wir tranken 5 Gläser, was uns nur CHF 1.37 kostete :-)

Beim Sightseeing besichtigten wir diverse Tempel. Der Literaturtempel ist der wichtigste und bekannteste Tempel des ganzen Landes und war zugleich Hanois Universität. Das Ho-Chi-Minh-Museum hat uns enttäuscht. Leider war fast alles in Vietnamesisch angeschrieben und wir erfuhren nicht wirklich viel über Ho-Chi-Minh.

Um etwas auszuruhen vom vielen laufen, setzten wir uns an den Hoan Kiem-See. Wir wurden sofort von vietnamesischen Studenten belagert. Diese wollen sich mit den Touristen unterhalten, um ihr Englisch zu verbessern. Das war voll lustig :-D

Man kriegt überall auf der Strasse zu essen oder zu trinken. Es gibt viele Frauen, die frische exotische Früchte oder Süssgebäck verkaufen. Wir bevorzugen das Gesunde. Das Gebäck ist uns etwas zu süss ;-) Auch die frisch zubereiteten Säfte sind lecker und vitaminreich. Und wenn man nicht auf der Strasse essen möchte, gibt es genügend Restaurants von billig bis sehr teuer. Obwohl für uns Westler hier (fast) alles günstig ist. In den Restaurants gibt es eine Menükarte, auf der Strasse jedoch selten. Auf einem Hocker am Strassenrand Vietnamesisch zu essen ist ein tolles Erlebnis. Vor allem, wenn man keine Ahnung hat, was man genau isst und manchmal auch wie ;-)

Am Anfang ist es schwierig zu wissen wieviel man für was bezahlen muss. Viele Verkäufer versuchen von den Touristen etwas mehr VND (Vietnamesische Dong) zu ergattern. Man muss meistens verhandeln. Ich bin immer froh, wenn ich bereits eine Weile im Land gereist bin. Dann kenne ich die Preise, öffentlicher Verkehr, Land und Leute besser. Das macht alles viel einfacher und angenehmer.

Eines der Highlights in Hanoi war für uns das Wasserpuppentheater! Man sitzt in einem Sessel - wie bei uns im Kino. Pädu hatte jedoch Platzprobleme - er ist einfach etwas zu gross für Asien ;-) Vorne ist die Bühne mit dem Wasserbecken, in welchem sich die Vorstellung abspielt. Es werden traditionelle Stücke gezeigt wie Fischer oder Reisbauern. Das Ganze wird von einem Orchester begleitet. Die Musik hat mich total begeistert. Auch ohne Vietnamesisch-Kenntnisse kann man der Handlung gut folgen. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen - einfach toll!

Wir verbrachten insgesamt 6 Tage in der beeindruckenden Stadt Hanoi (ehemals thang long). Ich möchte keinen einzigen Tag davon missen...

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